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Die mit den weißen Krägen

Für die Frauen Matt Bomer, für die Herren einige attraktive Damen und für alle ordentlich Humor und gewitzte Kriminalfälle - die Serie "White Collar" hat fast für jeden einiges zu bieten. Jetzt auf DVD im Handel.

Rezension "White Collar. Staffel 1"

(Alp-)Traum-Team

Neal Caffrey (Matt Bomer) ist ein Gentleman-Gangster wie er im Buche steht: immer smart, immer gut angezogen, mit einem Schlag bei den Frauen und einer gewissen Verachtung für Waffen. Das Wort Spitzbube scheint wie für ihn erfunden. Das Quäntchen Schlitzohrigkeit kommt ihm eigentlich nie abhanden. Er ist der "Held" der Serie "White Collar".

Seine vier Jahre im Knast hat der smarte Betrüger fast abgesessen, als er in minimaler Verkleidung einfach durch die Tür spaziert. Sofort setzt das FBI ihm Agent Peter Burke (Tim DeKay) auf die Fersen, der ist der einzig, der ihn bisher fassen konnte - und er kann es wieder. Ganz nebenbei hilft Caffrey einen kniffligen Fall zu lösen. Als Gegenleistung schlägt er vor das FBI in Burkes Abteilung "White Collar" (zu Deutsch: weißer Kragen) zu unterstützen. Dort kümmert man sich um die verschiedensten Fälle von Wirtschaftskriminalität und Co. Versehen mit einer elektronischen Fußfessel, die ihm zwei Meilen Auslauf erlaubt, wechselt Neal vom Gejagten zu den Jägern. Sollte er sich in vier Jahren nichts zu Schulden kommen lassen ist er frei. Zu dumm, dass er erst einmal seine Freundin Kate finden will. Weil die mit ihm Schluss gemacht hat ist er überhaupt erst ausgebrochen und jetzt ist sie verschwunden ... da muss doch etwas faul sein.

Neal, der nicht nur ein hübsches, sondern auch ein schlaues Kerlchen ist, findet bald Gefallen am Puzzel-Spiel der ehemaligen Gegenseite und auch mit Burke kommt er ganz gut zurecht. Obwohl immer wieder das Vertrauen in den jeweils anderen in Frage gestellt wird, haben die beiden eine ganz spezielle Respektsebene, auf der sie sich ganz gut verstehen. 

Ganz spezielle Fälle

Agent Burke und seine Kollegen haben es mit Fällen zu tun, die man so vielleicht nicht auf den ersten Blick sofort mit dem FBI assoziiert. Dabei kann es schon auch einmal um Morde und Entführungen gehen, aber im Grunde steht meist eine Form von Betrug hinter den Fällen. Das kann vom Kartell, über die Mafia bis zum Kunstfälscher ganz verschiedene Ausprägungen haben, doch die Gegner sind in der Regel schlau und gewitzt - deshalb müssen die Damen und Herren bei "White Collar" noch schlauer und gewitzter sein. Mehr als einmal muss Neal zu diesem Zweck alte Unterwelt-Kontakte aufwärmen. Und dabei immer im Hinterkopf: Wo ist Kate?

Rezension "White Collar. Staffel 1"

Zunächst einmal: Die White Collar-Division beim FBI gibt es wirklich und dass ein ehemals dort Beschäftigter an der Serie mitgeholfen hat hilft dabei, dass die Fälle nie zu abstrus werden. Auch wenn der Spaßfaktor nie zu kurz kommt - insbesondere Nebenfiguren wie Burkes Frau Elizabeth (Tiffani Thiessen) und Neals Freund Mozzie (Carries schwuler Freund aus Sex and the City Willie Garson) sorgen für Erheiterung und skurrile Szenen - wird den Fällen immer mit Respekt begegnet. Was aber den besonderen Reiz der Serie ausmacht (in den USA startet demnächst Staffel 4) ist die "Beziehung" zwischen dem biederen Agenten Burke und dem schönen Schurken Neal. Besonders im englischen Original begeistern hier die Wortduelle der beiden. Für Fans der unblutigeren Krimiart und für alle, die sonst eigentlich nicht unbedingt nur der Mordkommission zusehen wollen.

Gisela Stummer (academicworld.net)

White Collar. Staffel 1

Darsteller: Matt Bomer, Tim DeKay, Willie Garson, Tiffani Thiessen, Natalie Morales, Marsha Thomason, Sharif Atkins

Im Verleih von 20th Century Fox Home Entertainment

Die 14 Folgen von Staffel 1 sind in Deutschland seit 16. März zu haben.



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