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PsychoCiety

Die Jugend von heute

Am Sonntag war ich mit einer Freundin und deren dreizehnjährigen Tochter frühstücken. Was das erstaunlich Normale daran war: Wir haben uns stundenlang sehr gut zu dritt über viele Themen unterhalten, die uns alle interessieren.

Von Katharina Ohana, Psychologische Beraterin, Bestsellerautorin und academicworld-Expertin

 

 

- Wieviel Zeit verbringen wir mit dem Handy oder im Internet am Tag? 

- Sollte man mal lieber seine Steuererklärung machen/französisch Vokabeln lernen, damit es dann endlich Geld gibt vom Staat/von Oma und Opa?

- Ist es erlaubt sonntags schon Kuchen zum Frühstück zu essen?

- Spielt Ella bei „Der Bachelor“ eine Rolle oder ist sie wirklich so dämlich? Versucht sie nur ins nächste Dschungelcamp zu kommen oder regt sie sich wirklich darüber auf, dass man sie völlig falsch darstellt?

- Ist der Modelzirkus von Heidi Klum schlimmer als der Bachelor oder als das Dschungelcamp? 

- Glauben Teenager heute noch, dass Model sein alles ist? 

- Wie dünn ist zu dünn?

- Sind Männer/Jungs Spätentwickler?

- Wie viel Zahnspange braucht der Mensch? Lieber eine Feste oder eine Lockere?

- Wie kann man sein Geld sparen, um auf einer Reise in die USA sich was Schönes kaufen zu können? Was möchte man dort anschauen, was sind die coolsten Locations?

- Sind englische Internate für den Schüleraustausch besser als die USA?

- Sollte man heute unbedingt Abitur haben?

- Wie weit muss man in der Familie die Privatsphäre der anderen respektieren?

- Sollten Mütter in der siebten Klasse noch mit auf Skifreizeit fahren oder sind das nur getarnte Überwachungsmaßnahmen, die unverarbeitete Traumata aus dem Kindergaten zeigen?

- Sind Erwachsene oder Teenager nerviger?

Als ich dreizehn war gab es noch eine Erwachsenwelt und eine Kinderwelt – dachte ich. Später war ich dann wirklich enttäuscht, dass die meisten Erwachsenen von ihren inneren Kindern beherrscht wurden, und dass es daher nicht wirklich neue, bessere Probleme gab: Man brauchte nach wie vor Geld um sich Dinge zu kaufen, die man unbedingt haben wollte; man musste nach wie vor irgendwelche Prüfungen bestehen und es gab Menschen, die einem ständig sagten, was besser wäre und wo man sich noch verbessern könnte. Es gab Mädchen und Jungs und alle wollten mit jemanden coolen, tollen zusammen sein (in Gruppen oder zu zweit). Man wurde „geliked“ – nur dass es den Ausdruck damals noch nicht gab – oder man würde „gedisst“ – und bezeichnender Weise hat sich dieser Ausdruck nicht geändert. Ob Spielsucht oder Alkoholsucht: Irgendwie machen sich immer Leute Sorgen, man könnte die Realität verlassen und nicht wieder zurück finden… 

Von jeher scheint die Jugend in besonderer Gefahr oder kurz vor dem totalen Verfall. Von jeher sieht die Jugend im Erwachsensein den totalen Verfall. Die Jugend wird bedauert oder beschimpft, umsorgt und gesteuert, die Erwachsenen glauben es besser zu wissen - weil sie schon viel mehr Fehler gemacht haben?! Sie versuchen die Möglichkeit der Prägung zu nutzen, damit die Jugend wird wie…. Wir jetzt?! Besser?!?! Ob die Jugend wohl weiß, dass sie heute schon so ist, wie ihre Eltern, die aber immer noch hoffen ihre Kinder würden anders? Hoffentlich nicht.




Die Berufseinsteigerfrage

Wie viel Show-Typ muss man sein, um Karriere zu machen?

Die Berufseinsteigerfrage, Bewerbung & Berufseinstieg:

Malte B. (26) aus Bonn schreibt uns: “Ich bin Ingenieur und arbeite in der Automobilindustrie. Bei aller Bescheidenheit bin ich meinen Traineekollegen fachlich weit überlegen. Ich habe bereits in den ersten Monaten technische Lösungsvorschläge erarbeitet, die direkt umgesetzt worden sind. Da bei uns Teamarbeit großgeschrieben wird, präsentieren wir unsere Arbeiten jedoch immer in der Gruppe. Da ich es unangenehm finde, im Mittelpunkt zu stehen, übernehmen die ‘Show-Typen’ die Präsentation meiner Arbeiten. Leider sammeln sie dann auch die Lorbeeren ein. Reicht nicht die fachliche Kompetenz, muss man auch ein ‘Show-Typ’ sein, um Karriere zu machen? Und wenn ja, wie wird man so?“


Serie: Netzperlen

Diese Woche: Notes of Berlin

Netzperlen:

In Berlin kommt alles zusammen: Verrückt- und Verruchtheit, Offenheit und Spießertum, Liebe und Hass - im deutschen Mekka für Kreative und Individualisten gibt es viel zu entdecken. Was für skurrile, poetische oder humorvolle Zettelchen und Botschaften überall in der Stadt versteckt sind, zeigt uns ...


Serie: Studenten fragen Professoren

Wird man im Wasser badend tatsächlich brauner als am Strand liegend?

Studenten fragen Professoren: Alltagsfragen

Frage: Wird man im Wasser badend tatsächlich brauner als am Strand liegend?Antwort: "Für die Bräunung der Haut ist die ultraviolette Strahlung verantwortlich. Diese wird eingeteilt in UV-A, UV-B und UV-C. Die UV-A Strahlung führt schnell zu einer kurzfristigen Bräunung der Haut, ohne den Eigenschutz der Haut zu erhöhen. UV-B Strahlung bewirkt eine dauerhafte Bräunung der Haut, ist aber auch maßgeblich für die Erythembildung (Hautrötung) verantwortlich. Das kurzwellige UV-C wird durch die Erdatmosphäre und die Ozonschicht herausgefiltert.Der UV-Index (UVI) ist ein Maß für die sonnenbrandwirksame UV-Strahlung. Er ist abhängig von der geographischen Lage, atmosphärischen Bedingungen wie Ozonschicht und Luftverschmutzung, der Höhenlage, Jahreszeit, Tageszeit, dem Bewölkungsgrad und von in...