Marina Fiorato: Die Glasbläserin von Murano

- Glasbläser aus: Hrabanus Maurus De universo, 1023, Kloster Montecassino
Nach der Trennung von ihrem Mann entscheidet sich Leonora, aus England wegzuziehen und nach Italien zu gehen. Ihr längst verstorbener Vater, den sie selbst nicht kannte, war Italiener, doch er ist nicht der einzige Mensch aus ihrer Vergangenheit, auf dessen Spuren sie sich begibt.
Berühmter Vorfahre
Etwa vierhundert Jahre vor ihr machte einer ihrer Vorfahren die Kunst der Glasbläserei von Murano berühmt. Wohin sein Schicksal ihn geführt hat, ist nicht bekannt und Leonora macht sich auf die Suche nach der Vergangenheit und der Geschichte ihrer Vorfahren.
Nicht nur viele Straßen und Plätze der Stadt, die ihren Nachnamen tragen, sondern auch ihre Arbeit in einer Glasbläserei, selbst in der heutigen Zeit noch unvorstellbar für eine Frau, macht ihr bewusst, wie präsent die Vergangenheit noch ist. Ein Kollege, der ihren berühmten Nachnamen hört, reagiert für Leonora völlig unverständlich abweisend. Er wirft ihr vor, sie stamme von einem Verräter ab.
Vergangenheit und Gegenwart
Leonora, die mit sich selbst kämpft, sich verloren fühlt und ein Zuhause sucht, will herausfinden, wie es Corradino Manin damals ergangen ist, ob ihr Vorfahr tatsächlich ein Verräter war. Je weiter sie in die Vergangenheit vordringt, umso weiter entwickelt sich ihre Gegenwart, und ehe sie es merkt, ist sie mehr in ihrer Heimat angekommen als sie je zu glauben gewagt hätte.
Abwechselnd erzählt Marina Fiorato in Die Glasbläserin von Murano vom Schicksal des Glasbläsers Corradino Manin und der Geschichte der jungen Leonora Manin. Dabei schafft sie es, nicht nur durch die Einstreuung italienischer Begriffe, dass der Leser zusammen mit Leonora durch die Straßen der italienischen Stadt wandert, mit ihr auf ihrer Dachterrasse sitzt und mit Corradino geduckt und ängstlich durch die Gassen huscht. Eine gelungene Geschichte über Aufbruch, Vergangenheit, ein Stück Italien und den Zauber eines neuen Anfangs.
Sarah Brodacz

Marina Fiorato - Die Glasbläserin von Murano,
rororo
ISBN 978-3-499-24400-1
318 Seiten
Nach der Trennung von ihrem Mann entscheidet sich Leonora, aus England nach Italien zu ziehen. Ihr längst verstorbener Vater, den sie selbst nicht kannte, war Italiener, doch er ist nicht der einzige Mensch aus ihrer Vergangenheit, auf dessen Spuren sie sich begibt.
Etwa vierhundert Jahre vor ihr machte einer ihrer Vorfahren die Kunst der Glasbläserei von Murano berühmt. Wohin sein Schicksal ihn geführt hat, ist nicht bekannt und Leonora macht sich auf die Suche. Nicht nur viele Straßen und Plätze der Stadt, die ihren Nachnamen tragen, sondern auch ihre Arbeit in einer Glasbläserei, selbst in der heutigen Zeit noch unvorstellbar für eine Frau, macht ihr bewusst, wie präsent die Vergangenheit noch ist. Ein Kollege, der ihren berühmten Nachnamen hört, reagiert für Leonora völlig unverständlich abweisend. Er wirft ihr vor, sie stamme von einem Verräter ab.
Leonora, die mit sich selbst kämpft, sich verloren fühlt und ein Zuhause sucht, will herausfinden, wie es Corradino Manin damals ergangen ist, ob ihr Vorfahr tatsächlich ein Verräter war. Je weiter sie in die Vergangenheit vordringt, umso weiter entwickelt sich ihre Gegenwart, und ehe sie es merkt, ist sie mehr in ihrer Heimat angekommen als sie je zu glauben gewagt hätte.
Abwechselnd erzählt Marina Fiorato vom Schicksal des Glasbläsers Corradino Manin und der Geschichte der jungen Leonora Manin. Dabei schafft sie es, nicht nur durch die Einstreuung italienischer Begriffe, dass der Leser mit Leonora durch die Straßen der italienischen Stadt wandert, mit ihr auf ihrer Dachterrasse sitzt und mit Corradino geduckt und ängstlich durch die Gassen huscht. Eine gelungene Geschichte über Aufbruch, Vergangenheit, ein Stück Italien und den Zauber eines neuen Anfangs.



























