Drucken
Populäres Sachbuch

Die Frage nach dem guten Deutsch

... wird von Thomas Steinfeld in seinem Buch "Der Sprachverführer" sehr umfangreich und vielschichtig beantwortet. Und siehe da: So einfach ist das nicht.

Thomas Steinfeld: Der Sprachverführer

Mehr als nur die Klassiker

Erfreulicherweise findet Autor Thomas Steinfeld nicht nur bei Goethe und Schiller lobenswertes, sonder liefert aus allen Epochen Textbeispiele, die ihm gelungen oder missglückt erscheinen. Überhaupt ist Steinfeld kein Mann der Pauschalurteile und das allein ist schon einiges Wert im Feld der meist selbsterklärten  "Sprachpäpste", die so gerne ganze Wortarten verteufeln. Nein meint Steinfeld, nicht alle Adjektive sind zu vermeiden und eine ungewöhnliche Satzkonstruktion kann auch eine Wohltat im Stakkato kurzer Sätze sein, wenn - ja wenn, sie gut geschrieben ist. 

"Gut" das Wort an sich ist überhaupt schon die zentrale Problematik. Was ist gut und wer definiert das? Und heißt heute gut auch morgen gut? Steinfeld ist sich des Problems allzeit bewusst und beantwortet es sehr persönlich und subjektiv. Er lässt den Leser dabei an seinen Gedanken dazu teilhaben und diese sind, weitestgehend nachvollziehbar. Und das Schöne daran: Steinfeld selbst schreibt in richtig schönem Deutsch. Ein Buch das mehr ist als Stilfibel und Sprachgeschichte. Dabei spannt der Autor gekonnt den Bogen von den "Schöpfern" unserer Sprache bis zu den aktuellen Propheten ihres Untergangs. Die Beispiele sind nicht immer die großen Bekannten und regen so durchaus auch zum Weiterlesen an und zu einem bewussteren Umgang mit der Sprache im eigenen Gebrauch. 


Gisela Stummer (academicworld.net)

Thomas Steinfeld. Der Sprachverführer
9,90 Euro. dtv




Die Berufseinsteigerfrage

Gefühlschaos: Fernbeziehung, Karriere, Kinderwunsch

Die Berufseinsteigerfrage:

"Mein Freund und ich leben seit fünf Jahren glücklich zusammen. Nun hat uns der Berufseinstieg in verschiedene Städte verschlagen, sodass wir uns nur am Wochenende sehen. Wir merken beide, dass dies für die Beziehung eine Belastung ist, da wir beide das Wochenende in erster Linie zur Erholung benötigen. Beiden ist klar, dass wir wieder an einem Ort leben wollen. Beide sind wir in unseren jeweiligen Jobs zufrieden, so dass jeder vom anderen erwartet, sich zu verändern. Ich argumentiere so, dass ich den anspruchsvolleren Job mit einem höheren Verdienst habe und dieser auch nicht mehr so leicht zu finden ist. Er sagt, dass bei einer beabsichtigen Familiengründung mein Karrierevorsprung sowieso nicht mehr ins Gewicht falle, da es dann auf ihn ankomme. Ich aber möchte nach einer Elternzeit wieder arbeiten. Was raten Sie uns?", fragt Anja F. (31) aus Düsseldorf.


Serie: Netzperlen

Diese Woche: Notes of Berlin

Netzperlen:

In Berlin kommt alles zusammen: Verrückt- und Verruchtheit, Offenheit und Spießertum, Liebe und Hass - im deutschen Mekka für Kreative und Individualisten gibt es viel zu entdecken. Was für skurrile, poetische oder humorvolle Zettelchen und Botschaften überall in der Stadt versteckt sind, zeigt uns ...


Serie: Studenten fragen Professoren

Wie viel Schlaf brauche ich eigentlich?

Studenten fragen Professoren: Alltagsfragen