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Die Feinheiten der amerikanischen Justiz

... denn nur, weil jemand einen Mord begangen hat, muss er deswegen noch lange nicht hinter Gittern landen. Selbst wenn er dafür angeklagt wird. Doch die Schlinge um ihren Hals wird immer enger, denn je mehr sie die Wahrheit über all die Toten in ihrem Privatleben verstecken möchte, desto mehr Schwierigkeiten liegen auf ihrem Weg.

Annalise und Frank - wer vertraut wem nun weniger? Bild: 2017 ABC Studios
Bald werdern die Keating Five wieder einen gemeinsamen Feind haben, der ihnen an den Kragen will ...

Für Außenstehende mag der Job von Annalise Keating glamourös sein - als Anwältin stellt sie sich im Gerichtssaal scheinbar ungewissen Fällen und gewinnt diese doch mit schönster Regelmäßigkeit. Noch dazu ist sie das schillernde Ausshängeschild ihrer Uni, die nach Außen den perfekten Schein wahren muss. Den inneren Moralkompass alllerdings muss sie auf "taubstumm" stellen - und das belastet nicht nur sie, sondern auch ihre Studenten und deren Beziehung untereinander. Viel schlimmer ist aber, dass jeder ihrer Studenten - die Keating Five - glaubt, alles besser als der andere zu wissen: Seit Rebeccas "Verschwinden" herrscht ein permanentes Klima der Instabilität. Mal wird diese Lüge erzählt, mal eine andere - und Freunde bei Staatsanwälten verraten. Jede beantwortete Frage ("Wer hat Sam wirklich getötet? Wo ist Rebecca? Was hat Frank damit zu tun? Wer ist Eggs?") führt zu noch mehr Unwahrheiten und Unklarheiten!

Währenddessen bleibt auch die restliche Welt nicht untätig und Annalise, ihr Team und die Keating Five müssen sich ganz nebenbei den absolut schrägsten Fällen überhaupt stellen: Von adoptierten Zwillingen, die ihre Eltern ermordet haben sollen bis zu einem Teenager, die ihre beste Freundin wild erstochen hat - und den gemeinsamen Freundeskreis verantwortlich macht. Eines ist klar. Langweilig ist es bestimmt nicht!

Die Kritik

Der Anfang ist denkbar gut gemacht: Nach einer randvoll gepackten Staffel 1 werden die wichtigsten Szenen/ Eckpunkte noch einmal wiederholt, sodass man als Zuschauer leichter wieder in die Handlung einsteigt. Die ist nach wie vor sehr komplex, denn es gibt viele gleichberechtigte Charaktere, die eigenständig sowie in Beziehung zueinander agieren.

Es lohnt sich also, sich selbst auch noch einmal das Ende der ersten Staffel in Erinnerung zu rufen: Vier von fünf Studis hatten Sam ermordet, den Mann von Annalise und Frank war der Auftragsmörder, der für Sam seine Affäre ermordete. Jetzt fokussiert sich alle serst einmal auf das Verschwinden von Rebecca, deren Verbleib für die Keating Five nach wie vor ungewiss ist. Sie beziehen sogar Nate mit ein, der eigentlich mit Annalise nichts mehr zu tun haben wollte, nachdem sie ihn für den Mord an Sam "hängen lassen wollte" - ihr merkt - es geht nahtlos weiter! Damit ist es keine Serie, die man mal so nebenher mit anschaut, sondern für die man sich durchaus Zeit nehmen sollte und den kleinen Details Aufmerksamkeit schenken muss.

Diese Serie schockt seine Fans ganz gerne. Denn kaum glaubt man, dass der eine Charakter einen bestimmten Weg einschlagen wird, sieht man in einer Vorschau, was wirklich passieren wird - und es wird garantiert ganz anders kommen. Die Methode, immer wieder einen Blick in die Zukunft zu werfen und zeitgleich die Handlung der Gegenwart immer weiter in diese Richtung auszubauen, hält die Spannung sehr lange sehr hoch und ist ein sehr gut eingesetztes Instrument.

Die schauspielerische Leistung ist ein weiterer Pluspunkt. Nicht umsonst hat die Hauptdarstellerin Viola Davis für die ihrige eine Emmy-Nominierung erhalten - glaubwürdig, facettenreich, überraschend, persönlich und nahbar im Sinne von realistisch. Alles, was man sich von einem guten Cast erwartet. Wer Staffel 1 mochte, wird sich auf Staffel 2 stürzen!


Bettina Riedel (academicworld.net)

How to Get Away With Murder

Staffel 2, 15 Episoden

Darsteller: Viola Davis, Charlie Weber, Alfred Enoch, Aja Naomi King, Jack Falahee, Karla Souza

Ab dem 5. Januar 2017 als DVD und BluRay im Vertrieb von Disney / ABC Studios im Handel erhältlich!




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