Die besten 25 Bücher der Welt - aus unserer Sicht

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Egal ob Krimi, Thriller, Roman, Science Fiction oder historische Wahrheit, Gedichtband oder Essay - für viele Menschen ist Lesen immer noch das liebste Hobby. Sich in andere Welten, andere Zeiten flüchten gewöhnliche oder ungewöhnliche Dinge erleben oder sich lediglich unterhalten lassen. Das Wichtigste dabei ist, dass jeder Mensch seine eigene Vorstellungskraft benutzt. Und deshalb wird wohl auch nie ein Buch für zwei Leser exakt dasselbe bedeuten, genau die gleichen Vorstellungen hervorrufen. Academicworld präsentiert die Top 25 der besten Bücher der Welt.
Vom Lesen (und anderen Dingen)
Nicht nur der Akt des Lesens allein, gepaart mit der Vorstellung jener imaginierten Welt, die einem der Autor in groben Umrissen anbietet, sind entscheidend dafür, wie man ein Buch findet. Mit in die Bewertung gehen die Umstände ein, unter welchen man ein Buch gelesen hat. Welche Musik hat man dazu gehört, wo hat man das Buch gelesen? Gab es ein Glas Rotwein oder Bier, Tee oder Wasser zur Lektüre. War es Sommer oder Winter. Wie ging es mir selbst zu dieser Zeit? Hatte ich das Gefühl, dass der Protagonist sich genau in meiner Situation befindet oder ist eben gerade das Gegenteil der Fall? Welche Form hatte das Buch, wie hat es gerochen, wie es sich angefühlt?
Dies beispielsweise sind Faktoren, die ein E-Book-Reader nicht bieten kann und deshalb ein echtes Buch niemals wird ersetzen können. So viele Faktoren beeinflussen - neben dem eigenen Geschmack für Literatur - die Lektüre und somit auch die Bewertung eines Buches. Deshalb ist es natürlich schwierig festzustellen, welches die besten Bücher der Welt sind.
Einflussfaktoren
Es gibt anerkanntermaßen gewisse Grundbedingungen, die ein Buch erfüllen muss, Topoi, die es bedienen kann oder muss. Professoren machen sich seit Jahrhunderten daran, Wertungsmöglichkeiten für Bücher aufzustellen: In welchem Raum, welcher Zeit bewegt sich der Held, welche Motive lassen sich erkennen? Der Literaturwissenschaftler teilt Geschichten in Gattungen und Formen ein. Man beachtet den Diskurs und die Intertextualität eines Werkes. Es gibt einen heuristischen Ansatz und eine Rezeptionsästhetik. Für manche Leser ist ein Buch aber gerade dann gut, wenn man es gar nicht genau erklären kann. Wenn man "einfach in der Geschichte" war, oder man das Buch absolut nicht mehr aus der Hand legen konnte.

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So ging es auch uns und so hat unsere Redaktion einfach mal festgestellt, was ihre persönlichen, besten Bücher der Welt sind. Dabei haben wir die Klassiker, die jeder gerne aufzählt um Eindruck zu schinden mal weitestgehend außen vor gelassen. Diese, von Thomas Mann über Goethe zu Chaucer und Homer, präsentiert Johannes B. Kerner sowieso viel beredter und mit schöneren Gästen als wir.
Die besten Bücher der Welt
Unsere besten Bücher sind die Bücher, die uns selbst zum Lachen, Weinen oder Staunen gebracht haben. Diese Bücher bedeuten uns was. Und wir würden Sie - was wir hiermit tun - weiterempfehlen und mit anderen teilen. Hier ist unser Countdown der besten Bücher der Welt.
Und da es schon schwierig genug war, die besten Bücher der Welt zu küren (man hat somit ja auch eine gewisse Verantwortung) gibt es hier keine aufsteigende Liste mit dem ultimativ besten Buch der Welt am Ende unserer Charts. Stattdessen gibt es hier 25 Bücher, die allesamt wertungsgleich in unserer Liste der besten Bücher der Welt Platz finden.
Seid Ihr unserer Meinung? Welche Bücher fehlen, was passt überhaupt nicht in unsere Liste? Sagt uns, was Eure besten Bücher sind.

Ottfried Preußler
Krabat
Krabat ist ein atmosphärisch unheimlich dichtes Jugendbuch, das sich auch für Erwachsene lohnt. Beste Lesezeit: November bis Januar.

Daniel Kehlmann
Die Vermessung der Welt
Kehlmann erzählt die fiktive Doppelbiografie von zwei großen Deutschen: Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß. Kehlmann erzählt die Geschichte so witzig und respektlos den Übervätern gegenüber, dass man ihm Respekt zollen muss.

Donna W. Cross
Die Päpstin
Die Autorin verarbeitet in ihrem Roman die Geschichte der legendären Päpstin Johanna. Protagonistin ist eine modern anmutende junge Frau, deren Bildungsdrang in einer patriarchalen Gesellschaft sie dazu zwingt, sich ihr Leben lang zu verstellen, da sie sich als Mann verkleiden muss. Eine Verkettung von Zufällen führt letzten Endes dazu, dass sie sich auf dem Papstthron wiederfindet.

Carlos Ruiz Zafón
Der Schatten des Windes
Der junge Daniel Sempere findet im Barcelona zur Mitte des 20. Jahrhunderts im "Friedhof der Vergessenen Bücher" ein Buch des unbekannten Autors Julián Carax. In der schrittweise von Daniel aufgedeckten Lebensgeschichte des Autors verbinden sich moralischer Verfall und ungesühnte Verbrechen aus der Zeit um 1920 mit den Verbrechen aus der Zeit des spanischen Bürgerkriegs nach 1936 und der Franco-Diktatur nach 1945. Je mehr er sich Daniel mit dem Buch auseinandersetzt, desto mehr gerät er selbst in die Geschichte hinein. Dieses Buch kann man nicht weglegen, solange man nicht auf der letzten Seite angekommen ist - und selbst dann noch nicht sofort.

Carlos Ruiz Zafón
Das Spiel des Engels
Und noch einmal Zafón. Das Prequel zu der Schatten des Windes spielt erneut in Barcelona. Im Zentrum der Geschichte steht ein faustischer Pakt: Der junge Schriftsteller David Martín ist talentiert, doch große Erfolge - berufliche wie private - kann er nicht feiern. Schließlich wird auch noch ein Hirntumor im Endstadium bei ihm diagnostiziert. Bis ein mysteriöser Verleger ihm anbietet, ein Buch für ihn zu schreiben. Und Martín gesundet - doch zu welchem Preis? Zafón hat angekündigt, aus der Geschichte um den "Friedhof der Vergessenen Bücher" eine Trilogie zu machen. Wir können es kaum erwarten!

Keith Lowe
Auf ganzer Linie
Kann man die ganze Londoner Tube an einem Tag abfahren? Der Held des Buches muss es, denn er hat seine Braut auf den positiven Ausgang des rasanten Spektakels gesetzt. Sehr britisch, intelligent und voller Wendungen.

Jorge Molist
Das Zweite Testament
Ein geheimnisvoller Ring, dessen ursprünglicher Besitzer unter mysteriösen Umständen ums Leben kam, führt die amerikanische Anwältin Christina Wilson nach Barcelona. Dort taucht sie in die Welt des Mittelalters und eines einst mächtigen Templerordens ein. Wie Dan Brown und mindestens ebenso spannend.

Stephenie Meyer
Biss ...
Die Geschichten von Bella Swan und Edward Cullen begeistern nicht nur die ganz jungen Leser. Bella und der Vampir lernen sich kennen und lieben. Alles um diese Geschichte ist einfach spannend.

Cornelia Funke
Tintenherz
Der Buchliebhaber und Lesesüchtige Mo hat eine Begabung, die ihm selbst rätselhaft ist. Eines Tages, als Meggie noch klein ist, liest er seiner Frau Resa aus dem Buch "Tintenher" mit seiner begnadeten Stimme vor. Dabei werden der Verbrecher Capricorn und weitere Figuren aus dem Buch heraus in die wirkliche Welt gelesen. Dafür verschwinden Resa und zwei Katzen für neun lange Jahre in der mittelalterlichen Tintenwelt. Und damit beginnt eine fantastische Geschichte.

Frank Schätzing
Der Schwarm
Menschen sehen sich zunehmend Angriffe aus dem Meer ausgesetzt. Wale greifen Boote an, giftige Quallen treten an vielen Küsten auf, Muscheln befallen in großen Mengen Schiffe und bringen sie zum Kentern, Krebse tragen tödliche Pfiesterien in Küstenstädte. Die massivste Attacke ist ein Tsunami, der durch einen unterseeischen Erdrutsch vor der norwegischen Küste ausgelöst wird und Nordeuropa verwüstet. Das Buch erschien vor dem großen Seebeben im Indischen Ozean im Dezember 2004.

John Steinbeck
Tortilla Flat
Bei und nach der Lektüre bekommt man einfach Lust, sein Studium oder seinen Job hinzuschmeißen, den ganzen Tag Wein zu trinken und mit seinen besten Freunden in einem alten Haus zu leben. Denn so ziemlich genau darum geht es. Natürlich ohne Studium.

Sven Regener
Herr Lehmann
Unverkrampftes Werk über das Erwachsenwerden wider Willen und all die seltsamen Dinge, die einem so passieren in der Zeit zwischen 20 und 35. Ohne Moral, aber mit viel Humor.

Yasmina Khadra
Die Attentäterin
Ein Roman über ein Attentat im Nahen Osten und die Attentäterin. Diese ist die Frau eines angesehenen Arztes in Palästina. Und dieser ist sich sicher: Seine Frau war ganz bestimmt nicht radikal. Ein grandioses Buch über Sinn der Freiheit und Unsinn des Terrors - ebenso unerklärlich wie die Tat der Attentäterin. Geht unter die Haut.

Dan Brown
Illuminati
Dan Brown schickt seinen Universitätsprofessor und Symbologen Robert Langdon auf die Jagd nach den Illuminati, die sich für ihre jahrhundertlange Verfolgung durch die Kirche rächen wollen - am Vatikan selbst. Dan Brown vermischt Krimi, Thriller und Verschwörungstheorien in einer packenden Art und Weise. Das Buch legt man erst weg, wenn man fertig ist. Vorher gibt's kein Schlafen.

J.R.R. Tolkien
Der Herr der Ringe
Wer kennt mittlerweile nicht die Geschichte um Frodo, Gandalf, Aragon und die anderen Helden? Das englische Original wurde in drei Teilen in den Jahren 1954 und 1955 veröffentlicht, die erste deutsche Übersetzung erschien 1969/1970. Heute ist Der Herr der Ringe der Klassiker der Fantasy-Literatur und wurde bisher etwa 120 Millionen Mal verkauft. Tolkien erfand nicht nur neue Welten, sondern zudem mit der Elfensprache auch noch eine völlig neue Sprache. Wer seine Vorstellungskraft auf die Probe stellen möchte, sollte dieses Buch lesen.

Joanne K. Rowling
Harry Potter
Von der Arbeitslosigkeit zur Multimillionärin - das ist es, was Rowlings Zögling Harry Potter ihr beschert hat. Da wir uns nicht für einen Band entscheiden konnten, sei hier die ganze Reihe empfohlen. Wieder etwas für Menschen, die ihre Vorstellungskraft trainieren wollen.

Ronald Reng
Der Traumhüter
Lars Leese erlebt den Traum eines jeden Hobbykickers: Spät und fast zufällig landet er irgendwie im Profifußball. Ronald Reng zeichnet die unglaubliche Geschichte eines Torwarts nach und schreibt so gut, dass man das Buch immer wieder lesen will.

Steve Tesich
Ein letzter Sommer
Ein neues Mädchen zieht in die Nachbarschaft. Der Protagonist verliebt sich unsterblich in sie. Steve Tesich beschreibt die Gefühle, die während der Pubertät regieren und logisches Denken ganz einfach ausschalten so als wäre er selbst noch ein Jugendlicher. Ein letzter Sommer versetzt jeden zurück in Teenager-Zeiten und man denkt an seine erste große Liebe zurück.

Bernhard Schlink
Der Vorleser
Der Vorleser behandelt die Beziehung eines anfangs 15 Jahre alten Jungen zu einer 36 Jahre alten Frau und deren Folgen. In ihm setzt sich Schlink auch mit dem Holocaust im Dritten Reich und mit der Frage auseinander, wie mit den Tätern umgegangen werden sollte.

Mario Vargas Llosa
Das böse Mädchen
Die Welt spielt verrückt in jenem Sommer des Jahres 1950: Der Hinkefuß Lañas wird von einem Mädchen erhört, Tico Tiravante bricht mit Ilse, die zu Víctor Ojeda überwechselt. Und dann sind da noch die Mädchen aus Chile, zwei Schwestern, die "uns Jungen aus Miraflores, die wir gerade die kurzen gegen die langen Hosen eingetauscht hatten, gehörig den Kopf verdrehten". Die Mädchen aus Chile tanzen den Mambo ganz freizügig und unverschämt. Vor allem eine: Das böse Mädchen, in das sich der Ich-Erzähler unsterblich verliebt. In den folgenden Jahren sieht er seine Liebe nur dann erfüllt, wenn das böse Mädchen ihn braucht, wenn sie einmal mehr von anderen Männern oder vom Schicksal gebeutelt wurde. Doch der Erzähler kann trotz aller Enttäuschungen nicht aufhören sie zu lieben. Ein fantastischer Roman über die Liebe, Hingabe, Peru und Frauen.

Ugo Riccarelli
Der vollkommene Schmerz
Der Maestro ist als junger Anarchist Ende des 19. Jahrhunderts aus dem tiefen Süden Italiens in die Toskana gekommen, hat sich in eine schöne Witwe verliebt und hinterlässt mehrere Kinder, als er bei einer Demonstration erschossen wird. Eines davon, Cafiero, wird Annina heiraten, die resolute Tochter des Schweinezüchters Odysseus Bertorelli, und so vermischen sich die Schicksale von Idealisten und Pragmatikern, von Träumern und Geschäftemachern, Gewinnern und Verlierern. Ein berührendes Epos von kleinen Leuten, die in große Ereignisse verwickelt werden. Riccarelli erzählt so wunderschön, dass man sich vor jeder neuen Seite nur verneigen möchte. Mit diesem Roman lacht, weint, liebt und hasst man.

Stephen King
ES
Wohl das beste Buch vom Meister des Grusels. Kinder werden von ES getötet. Meist erscheint ES in Form des Clowns Pennywise. Nervenaufreibend.

Salman Rushdie
Die bezaubernde Florentinerin
Neues von einem der ganz großen Erzähler. Wieder einmal lässt Rushdie die Grenzen von Realität und Fiktion verschwimmen. Ein junger Italiener hält auf einem Ochsenkarren Einzug in den Palast des Moguls Akbar im indischen Fatehpur Sikri. Er behauptet, der Onkel des Herrschers zu sein. Akbar findet bald Gefallen an dem Fremden mit seinem Flickenmantel und lässt sich von seinen Geschichten verzaubern. Die bezaubernde Florentinerin ist Fiktion in historischem Mantel, dabei so gut erzählt, dass man nicht zweifelt, dass es Riesen und jene zauberhafte Schönheit Quara Köz wirklich gibt. Ganz große Erzählkunst.

Ismail Kadare
Der zerrissene April
Kadare erzählt die Geschichte eines jungen Albaners, der aus Tradition und Pflicht in die blutgetränkten Mühlen der albanischen Blutrache kommt. Er tötet einen Menschen, obwohl dieser ihm gar nichts getan hat. Dann wird er selbst zum Gejagten, allerdings erst nach einem Monat Karenzzeit. Bewegend, einfühlsam und der Versuch einer Erklärung für etwas ganz und gar Unerklärliches.

Gabriel Garcia Márquez
Hundert Jahre Einsamkeit
Márquez erzählt die 100jährige Geschichte der Familie Buendía aus Macondo. Dabei verarbeitet der Autor lateinamerikanische Geschichte, Literaturtraditionen, Ängste und Wünsche. Die Sprache Márquez ist mit nichts vergleichbar, ist gibt keinen größeren Sprachkünstler als ihn. Für Literaturwissenschaftler ist Hundert Jahre Einsamkeit ein Gigant, für alle anderen ist es immer noch nicht mehr und nicht weniger als eines der besten Bücher der Welt ? spannend, lustig, unglaublich. Wer Hundert Jahre Einsamkeit nicht gelesen hat, hat noch nie wahre Erzählkunst kennen gelernt!























