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Aus der Tiefe des Raumes

Der Schonstuhlgang

Constructa De Luxe 100: Die erste Waschmaschine, die beim Waschen sitzen blieb

Eine Waschmaschine, die zwischen den Stühlen sitzt.

Hat sie ein doppeltes Spiel getrieben? Allerdings immer noch besser als sich in die Nesseln zu setzen.

Abgesehen davon, dass es gar nicht so einfach ist, eine Waschmaschine auf zwei Stühle zu wuchten – warum denn überhaupt?

Na klar, um anzugeben: Denn offenbar war die Constructa De Luxe 100 so etwas wie die erste Waschmaschine, die ganz ruhig und cool geblieben ist. Sogar im Schleudergang. Der Fonsi unter den Waschmaten.

Das wirft natürlich Fragen auf: Was war früher? Banden von herumziehenden Geräten, illegale Waschmaschinenrennen? Ist denn vorher der Waschkamerad öfter mal herum gewankt? Man kommt gerade vom

Einkaufen und dann trifft man auf der Straße seine eigene Waschmaschine. “Das ist ja ein Ding! Du hier? Ich dachte, du bist zu Hause und wäschst!?” – “Ach, als ich so meine Runden drehte, dachte ich mir, ich drehe mal eine Runde um den Block...”

Die Constructa, wenn auch ein anderes Modell, war übrigens die erste vollautomatische Waschmaschine in Deutschland und – hier kommt die Lösung – musste mit vier Steinschrauben im Boden verankert werden, da sie eine zu starke Unwucht im Schleudergang hatte. Alles Schnee von gestern.

Aber wenn man nun gemütlich bei Bier und Chips der rotierenden Wäsche zusieht, sollte man doch einen kurzen Moment Constructa gedenken: Denn dem inzwischen in “Bosch und Siemens Hausgeräte” aufgegangene Hersteller verdanken wir die Entwicklung und Markteinführung der verglasten Fronttür.

Danke! Für das Bullauge.

Danke für dieses Mehr an Transparenz.

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