Drucken
Film

Der letzte Fluch des Meeres

Jack Sparrow - Verzeihung - CAPTAIN Jack Sparrow kehrt zurück auf die Leinwand und stellt den Zuschauern seinen allerersten Feind vor: Salazar, seines Zeichens verfluchter Piratenjäger. An dem Fluch ist natürlich Jack Schuld, was Salazars blutige Rachegelüste nur umso mehr entfacht ...

©Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Einst, als Jack Sparrow noch kein Anrecht auf den Captain-Titel hatte und nur einer von vielen an Bord eines Schiffes - da wurde just diese piraterisch veranlagte Besatzung von einem Piraten-hassenden spanischen Captain verfolgt. Seine - sehr persönliche - Mission: Alle Piraten vom Angesicht der Meere tilgen. Die Rechnung hat er leider ohne Jack gemacht und fristet bis "heute" eine verfluchte Existenz, samt Mannschaft. Als Jack seinen Kompass weggibt, wird Salazar samt Schiff aus dieser Hölle befreit - und kann endlich Jagd auf den Piraten machen, nach dem sein gesamtes Blut dürstet! Helfen kann Jack nur ein sagenumwobener Gegenstand: Nichts geringeres als der Dreizack von Poseidon ist im Stande, alle Flüche der See zu brechen und damit Salazar zu befreien. Wie gut, dass Elizabeth und Will Turner mittlerweile einen eher sturen Sohn in die Welt gesetzt haben, der auch ganz gerne den Fluch seines Vaters brechen würde und daher Sparrow zur Seite steht.


Carina Smyth begleitet den jungen Henry Swann/Turner - sie sollte ursprünglich als Hexe verbrannt werden, weil sie sich einen Ticken zu gut mit Astronomie auskennt.

Die Kritik

Wo sie nur immer herkommen, die zahlreichen Feinde von Captain Jack Sparrow. Dieser stammt aus seiner absoluten Jugend und entstand aus einer Aktion, die ihn überhaupt erst zum Captain machte. Diese inhaltliche Schleife zum Urpsprung klingt von Anfang an nach "das allerletzte Abenteuer", denn wenn Salazar einmal besiegt ist, dürfte endlich Ruhe auf dem Meer herrschen. Gut, es ist jetzt kein Spoiler, wenn ich sage: Ja, Salazar wird besiegt. Wenn der Film also mit etwas punkten möchte, dann muss er es mit der Reise dorthin schaffen. Das Problem ist: Schafft er leider nicht.

Der gesamte Film krankt an Logikfehlern, die sich im Kopf festsetzen und verselbstständigen. Beginnen wir mit einem der Kapitalsten: Wenn Neptuns/ Poseidons Dreizack die Macht hat, alle Flüche auf den Meeren dieser Welt zu brechen - wo bitte steckt Neptun selbst? Der unsterbliche Gott scheint ja kein Problem damit zu haben, dass einige (verfluchte) Menschen auf dem Meeresgrund stehen und sich darum streiten. Mit der Existenz von dem Dreizack wird natürlich auch die Tür zu einer ganz anderen Welt aufgestoßen: Die der Götter, die es ganz offensichtlich im Film geben muss. Mit Sicherheit hätte ja die eine oder andere maliziös aufgelegte Gottheit etwas dagegen, wenn die Menschen sich von allen Flüchen befreien, woe sonst könnten Götter sich sonst an diesen niederen Kreaturen rächen und das seit Anbeginn der Zeit ... Plus: Ganz am Ende taucht doch noch einmal eine verfluchte Kreatur auf, die es ja so nicht mehr geben dürfte. Final möchte ich in der Spoiler-freien Art darauf hinweisen, dass am Ende des Films Charaktere auftauchen, die aus zeitlichen Gründen die eine oder andere Falte im Gesicht aufweisen sollten - ist aber nicht so. Alles noch ganz jugendlich frisch mit rosigem Teint, obwohl sie seit dem erstem Film locker 17 bis 20 Jahre älter sein sollten.

Diese inhaltlichen Punkte können durch die Optik leider nicht wett gemacht werden. Überhaupt bekommt Pirates of the Caribbean mit diesem Film einen seltsamen Fantasy-Anstrich, inklusive schickem Leuchtstein, der im Dreizack vor sich hin glüht. Natürlich gab es schon immer übernatürliche Elemente - erinnert ihr euch noch an die Hexe? Klaro, auch das hin und her mit der Black Pearl im Glas - aber all das waren einzelne Vorkommnisse, etwas, das ganz selbstverständlich und teilweise humoristisch mit der Story verankert war und längst nicht so ausgeprägt wie ein gesamter Götterkosmos der Griechen/ Römer.

Das Fazit: Nette Unterhaltung, aber keine Pflicht und wird auch definitiv keine Weltanschauung verändern.


Bettina Riedel (academicworld.net)

Pirates of the Caribbean - Salazars Rache

Ab dem 25. Mai im Verleih von Walt Disney Studios Motion Pictures Germany im Kino - auch in 3D.




Die Berufseinsteigerfrage

Welche Unternehmenskultur ist die richtige für mich?

Die Berufseinsteigerfrage:

Irina M. (27) aus Frankfurt schreibt uns: Ich bin kein direkter Berufseinsteiger mehr, sondern seit 13 Monaten in meinem ersten Job. Mein Arbeitgeber ist ein großes Unternehmen und das Renommee der Firma war für mich auch entscheidend, dort anzufangen. Jetzt hat sich aber deutliche Ernüchterung breit gemacht. Denn es geht nicht mehr um die Aufgaben, sondern darum, sich intern permanent abzusichern. Überall müssen Reports vorgelegt werden, für jede Nichtigkeit werden 20 Kollegen in cc. gesetzt. Ich habe das Gefühl, dass meine Eigeninitiative verkümmert und ich langsam eine gewisse Beamtenmentalität an den Tag lege. Mehrere erfahrene Kollegen meinten jetzt, die Praxis der ineffizienten Überkommunikation sei generelles Markenzeichen der Großkonzerne. Würde dies stimmen, müsste ich mich ganz neu orientieren. Können Sie diese "Absicherungskultur" in den Großkonzernen als Standard bestätig...


Serie: Netzperlen

Diese Woche: Notes of Berlin

Netzperlen:

In Berlin kommt alles zusammen: Verrückt- und Verruchtheit, Offenheit und Spießertum, Liebe und Hass - im deutschen Mekka für Kreative und Individualisten gibt es viel zu entdecken. Was für skurrile, poetische oder humorvolle Zettelchen und Botschaften überall in der Stadt versteckt sind, zeigt uns ...


Serie: Studenten fragen Professoren

Heute: Warum steht auf Verpackungen immer "kann Spuren von Erdnüssen und anderen Nüssen enthalten"?

Studenten fragen Professoren: Alltagsfragen

Frage: Warum steht auf Verpackungen immer "Kann Spuren von Erdnüssen und anderen Nüssen enthalten"?Antwort: "In der Tat machen sich viele Verbraucher über diesen Hinweis lustig, besonders wenn er auf Lebensmitteln wie Erdbeerjoghurt oder Pizza zu lesen ist. Nicht zu vergessen ist allerdings, dass Erdnüsse und Nüsse bei Allergikern sehr starke Reaktionen auslösen können. Jedes Unternehmen will sich dagegen absichern, obwohl eigentlich nur die Zutaten deklariert werden müssen, die bei der Herstellung eines Lebensmittels verwendet werden. Industrielle Anlagen der Lebensmittelverarbeitung können aber in der Regel nicht so gereinigt werden, dass eine Verschleppung von Inhaltsstoffen von einem auf das andere Produkt völlig ausgeschlossen ist. Bei starken Allergikern reichen kleins...