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Beratung & Prüfung

Der große Test: Deine Eignung zum Consultant!

Teil 2 der Mini-Serie mit Boris Gloger rund um die Frage: Hast du das Zeug, um die Unternehmensführung zu beraten? Hier kommt der große, nicht ganz ernste Test - findet heraus, ob ihr zum Consultant taugt ...

In kritischen Situationen kann eine Prise Humor nicht schaden – ähnlich ist es mit diesem Fragebogen. Dieser nicht ganz bierernste Test sagt dir, ob du für den Job als Consultant geeignet bist.
 

1) Du präsentierst zum ersten Mal beim Kunden – plötzlich fangen die ersten der Vorstandsriege an, auf ihren Smartphones zu tippen und demonstrativ zu gähnen. Wie reagierst du?

a) Ich laufe weinend raus.

b) Ich schlage mit der Faust auf den Tisch, drehe mein Stimmvolumen auf 120 Dezibel und führe den Vortrag ohne zu zucken zu Ende.

c) Ich biete eine Pause an, sorge für Kaffee-Nachschub und binde den Kunden ab der zweiten Präsentations-Hälfte noch stärker mit ein.

d) Mir doch egal: Wir haben den Vertrag eh schon in der Tasche. Ich trage ungerührt weiter vor.

2) Es ist 18.00 Uhr. Dein Chef bezeichnet deine Präsi als unbrauchbar – die muss aber heute noch fertig werden.

a) Ich rufe Mama an, fange an zu weinen und suche Trost bei ihr.

b) Ich ändere die Headlines der ersten zwei Charts und das war’s. Ich sag dem Chef, dass ich den Rest zu Hause mache und zieh stattdessen mit den Kumpels um den Block. Wird schon!

c) Ich hake beim Chef noch mal nach, was genau geändert werden soll. Dann ändere ich die Präsi entsprechend ab und verbuche die Sache unter Lehrgeld.

d) Ich nehme alle gewünschten Änderungen an der Präsentation vor. Am nächsten Tag übergebe ich meinem Chef den Überstunden-Zettel und frage ihn nach einem Freizeit-Ausgleich.

3) Die Chemie zwischen dir und Kunde stimmt überhaupt nicht – aus deiner Sicht ist er sozial inkompatibel und ignorant. Trotzdem muss das Projekt in drei Monaten in enger Zusammenarbeit abgeschlossen sein. Was machst du?

a) Ich kaufe mir eine Flasche Jack Daniel‘s und verziehe mich frustriert aufs Hotelzimmer. Alkohol hilft mir in solchen Situationen immer ganz gut.

b) Ich blas dem Kunden mal so richtig meine Meinung. Der soll sich gefälligst am Riemen reißen. Schließlich wissen wir ja, wie’s läuft.

c) Ich bringe jedes Gespräch auf eine rein sachliche Ebene und protokolliere die wichtigsten Beschlüsse per Mail.

d) Ich rede ab jetzt nur noch mit dem Vorgesetzten und weiche dem Nervtöter so gut es geht aus.

4) Morgen steht eine wichtige Kundenpräsentation an – wie ziehst du dich an?

a) Der totale Horror – ich bleibe im Bett und melde mich krank.

b) Ich ziehe mein neongelbes, ärmelloses Top an, damit jeder mein Oberarm-Tattoo bewundern kann.

c) Dem Anlass entsprechend: Da es sich um ein konservatives Familienunternehmen handelt, komme ich im Anzug und mit Krawatte.

d) Ich schwanke zwischen einem Outfit in Mausgrau, Steingrau und Tiefgrau.

5) Der Kunde boykottiert dein Projekt: Vier Manager des mittleren Managements wollen partout an ihren alteingesessenen Methoden festhalten und torpedieren deine Vorgehensweise. Was machst du?

a) 4:1 – überstimmt. Da kann man nichts machen. Ich breche an dieser Stelle das Projekt ab. Das versteht der Chef in dieser Situation sicherlich.

b) Ich rufe den Betriebsrat an und frage, welche Kündigungsfristen die vier Manager haben. Ein bisschen Unruhe stiften ist immer gut.

c) Ich gehe schnell zum Praxistest über und schlage vor, die geplanten Veränderungen sofort probeweise einzuführen. Im direkten Vergleich zu den alten Methoden wird man sicher schnell einen Unterschied feststellen.

d) Super – ich führe endlose Meetings mit dem Kunden, um über Vor- und Nachteile zu diskutieren. Über die Stunden führe ich akribisch Protokoll und schicke dann die dicke Rechnung an den Auftraggeber.

6) Dein Chef spricht das Thema Allgemeinbildung in einem internen Meeting an und rät allen Mitarbeitern eures Unternehmens verstärkt dazu, mehr Literatur zu lesen und kulturelle Angebote wie Theater, Opern und Museen besser zu nutzen.

a) Ich beantrage sofort Sonderurlaub und verbringe ihn fast ununterbrochen in der Stadtbibliothek. 

b) Ich kaufe mir eine Dauerkarte vom örtlichen Fußballverein.

c) Das ist doch klar – genau so mache ich es doch seit Jahren.

d) Ich lese über die wichtigsten Klassiker bei getAbstract mal drüber – so weiß ich zumindest oberflächlich Bescheid.

7) Die ersten Wochen im Consulting zeigen: Du bist sehr viel unterwegs, arbeitest weit über 50 Stunden pro Woche und bist nur übers Wochenende mal zurück in deiner Heimat. Da bleibt kaum mehr Zeit, Freundschaften zu pflegen. Wie handelst du?

a) Ich rufe wieder mal Mama an und heule mich über mein hartes Los aus.

b) Ich melde mich für den kommenden Montag krank. Freunde, so geht es ja nicht – ich muss schließlich auch mal einen drauf machen und brauche meine Zeit für die Regeneration.

c) Das wusste ich vorher – wer sich vor der Berufswahl schlau gemacht hat, sollte bereits wissen, auf was er sich einlässt.

d) Ich bringe im Meeting das Thema Überstunden ein und schiebe meinem Chef unauffällig einen Flyer von ver.di rüber.

Du hast überwiegend a angekreuzt: Der Streichelzoopfleger

Solltest du je eine Karriere als Berater in Erwägung gezogen haben: Lass es! Der Arbeitsalltag entspricht so gar nicht deinem Naturell. Manchmal bleibt noch nicht mal Zeit, sich einen gepflegten Ingwertee zu kochen. Eine Karriere im Streichelzoo wäre für dich deshalb besser: Dort bist du mit deinem zarten Wesen einfach besser aufgehoben. Bitte nicht weinen jetzt. 

Du hast überwiegend b angekreuzt: Der Muckibuden-Besitzer

Du musst deinen Testosteronspiegel unbedingt in den Griff bekommen. Versuch’s mal mit einer Extrarunde Bankdrücken. Ganz gleichmäßig durchatmen nicht vergessen! Na, schon viel besser, oder?

Du hast überwiegend c angekreuzt: Der Allround-Consultant

Du bist der perfekte Kandidat für eine Karriere im Consulting. Such dir am besten schon mal die Karriereseiten von Roland Berger, McKinsey, der Boston Consulting Group und Co. raus. Es ist nie zu früh, über einen Leasing-Vertrag für deinen ersten Porsche nachzudenken. 

Du hast überwiegend d angekreuzt: Der Verwaltungsbeamte

Sorry – der Alltag in der Wirtschaft kann manchmal ganz schön rau sein. Deine Ärmelschoner könnten hier das eine oder andere Mal etwas dreckig werden. Da ist es doch am Schreibtisch deiner Behörde deiner Wahl viel gemütlicher, oder? Du hast dann auch mehr Zeit, dich ausgiebig um deine Briefmarkensammlung zu kümmern.


Der Gründer und Geschäftsführer der Boris Gloger Consulting GmbH, Boris Gloger,  gilt als Pionier auf dem Gebiet des Organisationsmanagements. Der auf das Management-Framework Scrum spezialisierte Unternehmer berät weltweit Fach-und Führungskräfte im  Bereich des agilen Managements. Ziel des Consultings ist es, Projekte schneller und produktiver behandeln zu können. 

Mehr unter www.borisgloger.com 

Bild: Boris Gloger




Die Berufseinsteigerfrage

Ist spezielle Frauenförderung eigentlich gerecht?

Die Berufseinsteigerfrage:

Stefan T. (27) aus Frankfurt am Main. schreibt uns: “Ich arbeite in einer Unternehmensberatung als Junior Berater. Mir und meinen männlichen Kollegen fällt deutlich auf, dass die weiblichen Beraterinnen von den Vorgesetzten klar bevorzugt werden. Neulich hat ein Partner dies offen damit begründet, dass es für die Firma viel schwieriger sei, Beraterinnen zu gewinnen und vor allem zu halten als männliche Berater und man von daher auch zu mehr Zugeständnissen bereit sei. Für die Kolleginnen gibt es beispielsweise spezielle Rhetorikschulungen, an denen Männer nicht teilnehmen dürfen. Ich finde dieses Vorgehen nicht in Ordnung. Meine Kollegen raten mir aber von einer Beschwerde ab, da ich sonst schnell als Mimose oder Querulant dastehen würde. Muss man als Mann eine solche Zurücksetzung einfach runterschlucken, weil Frauen es lange schwerer im Beruf hatten?"


Serie: Netzperlen

Diese Woche: Notes of Berlin

Netzperlen:

In Berlin kommt alles zusammen: Verrückt- und Verruchtheit, Offenheit und Spießertum, Liebe und Hass - im deutschen Mekka für Kreative und Individualisten gibt es viel zu entdecken. Was für skurrile, poetische oder humorvolle Zettelchen und Botschaften überall in der Stadt versteckt sind, zeigt uns ...


Serie: Studenten fragen Professoren

Warum hat der bayerische Dialekt so viele Gemeinsamkeiten mit der englischen Sprache?

Studenten fragen Professoren: Alltagsfragen

Frage: Warum hat der bayerische Dialekt so viele Gemeinsamkeiten mit der englischen Sprache?Antwort: Die Wurzeln bairisch-englischer Gemeinsamkeiten rühren daher, dass das Deutsche und das Englische relativ eng verwandte Sprachen sind und dem gleichen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie angehören. Das merken Sie am Wortschatz: Hand – hand, Maus – mouse, Buch – book. Oft geschieht es jedoch, dass ein Wort im Schriftdeutschen ausstirbt, aber im Dialekt weiterlebt. So englisch "foam", bairisch "Foam", was "Schaum" bedeutet – schriftdeutsch kaum mehr erkennbar in "abgefeimt". Oder das englische Wort "bone", das seine bairische Entsprechung in "Boa" hat und ein anderes Wort für "Knochen" ist. Manchmal setzen das Bairisch...