Delfine & Wale 3D - Nomaden der Meere

- Buckelwal © David Donnelly for 3D Entertainment Distribution Ltd
In diesem 3D-Film kommt man so nahe an die Meeressäuger heran wie sonst nur Taucher mit viel Erfahrung und Glück. Am 13. März ist "Delfine & Wale 3D - Nomaden der Meere" in den deutschen Kinos gestartet.
Die Dokumentation zeigt die Cetaceen, so der wissenschaftliche Ausdruck für Delfine und Wale, in ihrer natürlichen Umgebung. Die Zuschauer können sie beim Spielen beobachten, beim Fressen, bei der Nahrungs- und Partnersuche und bei der Aufzucht ihrer Jungen. Die Filmarbeiten dauerten drei Jahre und erforderten zwölf Expeditionen und 600 Tauchstunden. Die Aufnahmen entstanden an einigen der entlegensten Orte der Erde, beispielsweise in Gebieten abseits der Pazifik-Atolle Moorea und Rurutu, der Azoreninsel Pico, der argentinischen Insel Valdez, der australischen Sapphire-Küste, der Bay of Islands in Neuseeland sowie der kanadischen Hudson Bay.

- Kameramann mit Fleckendelfinen © David Donnelly for 3D Entertainment Distribution Ltd
Auf den Filmplakaten taucht groß der Name von Jean-Michel Cousteau auf, Sohn des berühmten Meeresforschers Jacques-Yves Cousteau. Doch mit dem Film hat Cousteau nur als Berater und Botschafter zu tun. Produziert wurde "Delfine & Wale 3D" vom 3D-Film-erfahrenen François Mantello, Regie führte dessen Bruder Jean-Jacques Mantello. Chef des Kamerateams und fotografischer Leiter ist Gavin McKinney.
Die Aufnahmen, die das Kamerateam eingefangen hat, sind relativ schlicht und kommen ohne Vermenschlichung und Emotionalisierung aus. Die Tiere werden einfach in ihrer natürlichen Umgebung gezeigt: keine Hochglanzbilder, sondern schummriges Unterwasserlicht. Dabei wird den Zuschauern das Gefühl gegeben, direkt neben den Tieren zu schwimmen. Man folgt einer Gruppe von Fleckendelphinen, taucht unter dem Bauch eines Pottwals durch und starrt einem Glattwal direkt ins unbewegte Auge. Durch die 3D-Technik wirken die Bilder so nah, dass man versucht ist, die Hand auszustrecken, um nicht nur sehen, sondern auch fühlen zu können. Die 3D-Brille ersetzt die Taucherbrille und gibt Einblicke in Welten, die sonst nur erfahrenen Tauchern vorbehalten sind. Buckelwale singen ihr geheimnisvolles Lied, ein Finnwal verschluckt mit einem Happen einen ganzen Schwarm Fische, eine Seekuh grast auf dem Grund eines Flusses in Florida.
Der Film ist in Abschnitte unterteilt, die sich jeweils einer der zwölf gezeigten Tierarten widmen. So weiß man zwar immer genau, mit wem man es gerade zu tun hat, der Film erscheint dadurch aber auch etwas zerstückelt. Eine Story und einen Spannungsbogen, wie ihn manch anderer Dokumentarfilm hat, sucht man vergebens.
Doch gerade damit wird "Delfine & Wale" seiner Mission gerecht: Die Tiere sollen nicht vermenschlicht werden, sondern im Gegenteil den Menschen nähergebracht werden, damit die Notwendigkeit, sie zu schützen, klarer hervortritt. Der Kommentar, in der deutschen Fassung von Martina Gedeck gesprochen, liefert Informationen zum Leben und Überleben der verschiedenen Arten und betont immer wieder, welchen Gefahren sie durch den Menschen ausgesetzt sind. Die Verkleinerung des Lebensraums, Überfischung, Schleppnetze, Walfang, Wasserverschmutzung und der Lärm, den Schiffe und militärisches Sonar unter Wasser verbreiten, setzen den Tieren schwer zu und haben viele der Arten dem Aussterben nahe gebracht. Das Anliegen der Filmemacher ist es, sich für den Schutz der Meeressäuger einzusetzen und den Zuschauern die kritische Situation klarzumachen. Es ist zu hoffen, dass sie damit Erfolg haben.
Link: www.delfineundwale3D.com



























