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Bewerbung & Berufseinstieg

Das Studium mit Ordnung und System angehen

"Ordnung ist das halbe Leben" - diesen Spruch kennt wahrscheinlich jeder. Bei der oberflächlichen Inkenntnisnahme solcher Aussagen und ihrer Profanität, vergisst man jedoch schnell, wie viel Wahrheitsgehalt eigentlich dahinter steckt. Zum effizienten Arbeiten braucht der Mensch schlichtweg Struktur!

Eines von vielen Ordnungstools

Diese Aussage betrifft natürlich auch und gerade das Studium, denn hier genießt der Student (im Vergleich zu seiner bisherigen Schullaufbahn und auch dem späteren Arbeitsleben) eine Menge an Freiheiten, die es unter anderem durch disziplinierte Selbstorganisation auszugleichen gilt. Vieles kann Er sich zeitlich selbst flexibel und nach eigenen Wünschen einteilen und so zum Beispiel selbst entschließen, wann und wie er genau arbeitet. Dieser Vorteil kann jedoch auch schnell zum Problem werden: Durch das Fehlen von festen Strukturen und Arbeitsabläufen fühlt sich ein Student in nicht wenigen Fällen etwas "verloren", angesichts seiner vielfältigen Aufgaben die mit der Zeit vor ihm stehen. Was soll man zuerst angehen? Wann macht man was? In welcher Reihenfolge gehe ich Ziele an? Nicht selten haben die Antworten auf genau diese Fragen früher die Lehrer gegeben - und nun muss man sich (teils erstmalig) selbst damit befassen.

Sich selbst Strukturen schaffen

Wo keine Struktur da ist, tut man gut daran, sich selbst eine zu schaffen! Dies sollte freilich jeder Student auch als seine ganz persönliche Aufgabe ansehen, um sein Studium möglichst effizient zu bewältigen. All zu oft geschieht Dies nämlich nicht im ausreichenden Maße, was teilweise auch ein Mitgrund dafür sein kann, dass in der heutigen Zeit oft sehr lange Studienzeiten vorkommen.

Wie also geht man das Projekt an? Zunächst einmal sollte man sich vergegenwärtigen, dass ein Studium aus viel mehr als den reinen Anwesenheitszeiten in der Uni sowie Projekten und Prüfungen besteht. Die Lernphasen sollten keinesfalls unterschätzt werden. Lernen sollte man nicht immer nur dann, wenn man gerade etwas Zeit "übrig" hat, sondern dazu am besten fixe Zeiten jede Woche einplanen, sodass der eigene Stundenplan nicht nur die Uni-Zeit umfasst, sondern auch ganz klar definiert die heimischen Lernzeiten oder auch Lernen in Gruppenverbänden.

Ordnen, sortieren und abheften

Eine gewichtige Rolle spielen jedoch nicht nur die Struktur hinsichtlich der eigenen Zeiteinteilung, sondern ganz sicherlich auch die Ordnung was Unterlagen, Arbeitsmaterialien und Co angeht. Schließlich arbeitet und lernt man umso effizienter, wenn man nicht unnötig viel mit dem Suchen irgendwelcher Arbeitsblätter befasst ist, sondern direkt alles griffbereit hat. Ordner und Hefter sind da sicherlich eine sinnvolle Sache, genau wie deren Beschriftung. Man kann sich das Ganze durchaus auch ansprechender gestalten, in dem man sich Ordner direkt bedruckten lässt. Unter anderem gibt es Internetdienstleister, die einem den Ordner direkt so zuschicken, wie man ihn online gestaltet. So bringt man gleich auch etwas mehr Leben in seinen Blätterhaushalt!

Allerdings ist ein gutes Ordnungssystem auch nur so viel Wert, wie man ihm auch Aufmerksamkeit schenkt. Das Ganze bringt einem eher wenig, wenn man zwar einmal zu Beginn eines Semesters, akribisch genau darauf achtet, alles optimal anzulegen, dann aber im Alltag Nachlässigkeiten zeigt und sein System nicht wirklich konsequent benutzt. Von daher ist an dieser Stelle auch eine gehörige Portion Selbstdisziplin gefragt.

Auch das "digitale Werkzeug" strukturieren

Mindestens genauso wichtig wie Arbeitsblätter und Co sind in der heutigen Zeit auch die digitalen Werkzeuge wie Laptop, der heimische Desktop-PC oder Tablet. Schließlich erledigt man einen Großteil der Studienarbeit direkt auf digitalem Wege. Da ist es natürlich nicht unwichtig, auch das Endgerät, welches man für seine täglichen Aufgaben regelmäßig benutzt, richtig zu ordnen und zu strukturieren. Dies fängt man ganz einfachen Maßnahmen wie Ordner für jedes Projekt anlegen und seinen Desktop sauber halten an und geht weiter mit Excel-Sheets die für Übersicht sorgen können oder kleinen Datenbanken die man zu bestimmten Zwecken anlegt. Alles in allem gibt es auch hier eine Menge an Stellschrauben, an denen man zwecks effizienter Arbeitsabläufe drehen kann.




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