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Karriereperspektiven

Das Abitur als Türöffner für Studium und Job

Mindestens ein Fachabitur, oft aber auch ein vollwertiges Abitur sind elementare Voraussetzung um den gewünschten Studiengang in Angriff zu nehmen. Auch in Sachen Job und Karriere ist das Abitur ein wichtiger Grundbaustein, um die Tür zu bestimmten Ausbildungsberufen oder Berufsbildern zu öffnen. Es kommt jedoch nicht selten vor, dass Schüler das Bildungssystem bereits nach dem Hauptschulabschluss oder der mittleren Reife verlassen und dann erst später für sich entdecken, wo genau sie eigentlich beruflich hin möchten.

Zurück in die Kreidezeit

 

Ist es zu diesem Zeitpunkt zu spät? Oder gibt es doch noch Mittel und Wege, sein (Fach)abitur über den so genannten "zweiten Bildungsweg" nachzuholen? Die gute Nachricht ist: Kaum etwas ist in unserem Bildungssystem in Stein gemeißelt und es bestehen durchaus Optionen, doch noch an ein Abitur zu gelangen. Die schlechte Nachricht ist dabei: Es ist nicht immer kostenlos!

Abendgymnasium oder Vollzeit?

Speziell für den Wunsch sein Abitur nachträglich zu absolvieren gibt es etwa Abendgymnasien oder auch Vollzeitunterricht für den zweiten Bildungsweg. Dabei gibt es teils Förderungsmöglichkeiten durch die öffentliche Hand, was jedoch an die konkreten Rahmenbedingungen gekoppelt ist. Staatliche Schulen (oder auch Kollegs) bieten ihre Dienste komplett kostenlos an, wobei es hier Unterschiede gibt, je nachdem aus welchem Bundesland man kommt. Darüber hinaus gibt es noch private Bildungseinrichtungen und Fernkurse, die sich ihre Dienste mitunter teuer bezahlen lassen. Hier können, je nach Institution, schnell mal mehrere hundert Euro im Monat zusammen kommen, wie auch das Portal www.abi-nachholen.net erklärt.

Ob nun der teils mehrmals pro Woche stattfindende Abendunterricht oder ein Vollzeit-Abi die richtige Lösung ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Rein formal laufen die Kurse genauso ab wie ein reguläres Abitur und es gibt auch gleichartige Prüfungen. Dies muss natürlich allein deswegen gewährleistet sein, weil ein solches Nachhol-Abi am Ende zu den gleichen beruflichen Werdegängen berechtigt. Personen die fest in der Berufstätigkeit stehen, wählen oftmals den Abendunterricht, da sich andere Formen einfach nicht mit ihrem Alltag vereinbaren lassen. Ein entsprechendes Abitur dauert jedoch im Schnitt auch länger. Wer gerade für eine gewisse Zeit ohne Erwerb, im Elternurlaub ist oder sich in einer ähnlichen Ausgangssituation befindet, der kann das Ganze mit einem Vollzeitkurs auch schneller "hinter sich bringen".

Welche Förderungsmöglichkeiten bestehen?

Sofern man ein Abitur nachholt, um sich zum Beispiel in seinem bestehenden Arbeitsverhältnis weiter zu entwickeln oder eine neue Position befördert zu werden, kann natürlich Seitens des Arbeitgebers ein Interesse an den Vorhaben bestehen. Von daher ist es unter Umständen denkbar, dass Dieser finanziell unter die Arme greift.

Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeiten von Schüler-BAföG oder auch Stipendien. Anspruch auf Schüler-BAföG kann bestehen, wenn die eigenen finanzielle Situation eine Weiterbildung kaum möglich macht. Dieser Anspruch sollte auf jeden Fall im Detail geprüft werden. Bildungsstipendien kann man hingegen oftmals von Stiftungen oder privaten Initiativen erhalten. Um an solche Zuschüsse zu gelangen, ist jedoch viel Engagement gefragt.

Wie lange dauert ein nachträgliches Abitur

Sehr effiziente Fernkurse können schon in einem Zeitrahmen von nur 12 Monaten absolviert werden, während andere Kurse bis zu 60 Monate in Anspruch nehmen können. Das Ganze hängt jedoch nicht nur von der gewählten Art und Weise in der man sein Abitur ableisten möchte ab, sondern auch maßgeblich von den Grundvoraussetzungen. Am langwierigsten wird ein Abitur natürlich dann, wenn man zuvor noch überhaupt gar keinen Abschluss erworben hat. Durchaus schneller geht, wenn man mit der Basis einer mittleren Reife einsteigt, da man so quasi "mitten im Abi" beginnen kann, da ein gewisses Grundwissen vorausgesetzt werden kann. Einen weiteren "Bonus" erhält man dann, wenn man bereits drei Jahre Berufstätigkeit nachweisen kann, was ja schließlich auch zu einer gewissen Allgemeinbildung führt.




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“Nach einem Traineeprogramm bin ich seit 10 Monaten in leitender Position in einem Industrieunternehmen. Ich habe promoviert und halte mich für überdurchschnittlich qualifiziert. Mit Teamarbeit in einem überwiegend akademischem Umfeld hatte ich noch nie Probleme. In meinem Team, welches aus 22 Mitarbeitern besteht, gibt es aber gerade auf der niedrigsten Hierarchieebene Mitarbeiter, die meinen Anweisungen nicht folgen und an jeder Stelle boykottieren. Die Respektlosigkeit, mit der ich dabei konfrontiert werde, ist vollkommen neu für mich. Die Rüpelhaftigkeit, mit der mir mitgeteilt wird, man sei sowieso unkündbar und ich solle mir ‘die Sekräterinnenbande’ besser nicht zum Feind machen, macht mich sprachlos. Wie soll ich mit dieser Form des Vorgesetzten-Mobbings umgehen?“ Philip S. (29) aus Mannheim


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