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21 Fragen an

Menschen des 21. Jahrhunderts:
Hubertus Meyer-Burckhardt, Mister NDR

Der Gastgeber der NDR-Talkshow Hubertus Meyer-Burckhardt war bis1991Creative Director der Werbeagentur BBDO. Danach gründete er mehrere Filmproduktionsgesellschaften und arbeitete als Moderator. Er war Vorstand bei Axel Springer und Pro7 und ist Jury-Mitglied des Deutschen Fernsehpreises. Seit 2005 ist Meyer-Burckhardt Professor an der Hamburg Media School.

Bild: © Unterstützer für Bertram Hilgen Hubertus Meyer-Burckhardt

Was an Ihrer Arbeit hat Sie heute glücklich gemacht?
Ich bin glücklich "aus Entscheidung".


Welche Ziele haben Sie im Leben?
Dass meine Kinder sagen: Er war ein guter Vater!


Welchen Beruf haben Sie sich als Kind als den aufregendsten vorgestellt?
Ich wollte wie Jacky Stewart sein, Formel 1-Rennfahrermit langen Haaren.


Was dachten Sie mit 20 Jahren, was Sie heute tun würden?
Creative Director bei GGK, Düsseldorf


Wie hat sich für Sie die Welt seitdem verändert (seit Sie 20 waren)?
Die Welt ist klein geworden. Klein und schön.


Was hat Ihre Karriere am meisten beschleunigt?
Mich hat Karriere nie interessiert, wohl aber interessante Herausforderungen!


Wie sind "Harte Arbeit" und "Glück/Zufall" als Grundlage Ihres Erfolges verteilt?
Harte Arbeit kaum. "Arbeit mit Spaß" hingegen zieht Gelegenheiten nach sich, die glückhaft zu nennen sind.


Was gibt Ihnen am meisten Kraft bei der Arbeit?
Meine Kinder!


Welches war der größte Fehler in Ihrem Berufsleben?
Mein beruflicher Fehler war, wegen beruflicher Verpflichtungen keine James-Brown-Konzertkarte gekauft zu haben. Das ist jetzt zwanzig Jahre her und ich bereue es noch heute.


Was bedeutet es für Sie zu scheitern?
Da ich zum Sieg kein Verhältnis habe, habe ich auch keins zum Scheitern.


Worauf sind Sie beruflich stolz?
Dankbar für alles, stolz auf nichts.


Was hat Ihnen Ihr Studium für Ihren Beruf gebracht?
Demut und Selbstvertrauen.


Woran können Sie verzweifeln?
Ich zweifele manchmal, ich verzweifele nie.


Wie beurteilen Sie die Hochschulen, an denen Sie studiert haben?
Der HFF, der Hochschule für Film und Fernsehen in München, verdanke ich enorm viel.


Was vermuten Sie, wie werden Ihre Mitarbeiter sie beschreiben, wenn Sie nicht im Raum sind?
Ich denke darüber nicht nach.


Haben Sie Vorbilder und wenn ja, was haben Sie von diesen gelernt?
Erich Sixt, Willy Schalk, Bernd Eichinger. Gelernt: Haltung.


Was schätzen Sie an Kollegen?
Dass sie über mich reden, solange ich im Raum bin.


Wie verbinden Sie Karriere und Leben miteinander?
Ich versuche es eher zu trennen, mit wenig Erfolg.


Wo würden Sie gerne arbeiten?
Eines Tages als Intendant am Staatstheater Kassel.


Wenn Sie gezwungen wären, unseren Lesern einen Rat zu geben, wie würde dieser lauten?

Erkenne Dich selbst.


Vollenden Sie bitte den Satz "Wichtiger als Karriere ist..."
Streicht die Vokabeln "Karriere" und "Stress" aus Eurem Sprachgebrauch!

Serie: 21 Fragen

Menschen des 21. Jahrhunderts:
Sascha Lobo, der rote Blogger

21 Fragen an: Sascha Lobo

Sascha Lobo ist Autor, Blogger, Microblogger und Strategieberater mit den Schwerpunkten Internet und Markenkommunikation. Als freier Mitarbeiter engagiert er sich bei der Zentralen Intelligenz Agentur und ist verantwortlicher Redakteur des mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Weblogs «Riesenmaschine». Sein Debütroman “Strohfeuer” (September 2010 im Rowohlt Verlag erschienen) handelt von der Lebensgier in den Zeiten der New Economy.


Die Berufseinsteigerfrage

Ist spezielle Frauenförderung eigentlich gerecht?

Die Berufseinsteigerfrage:

Stefan T. (27) aus Frankfurt am Main. schreibt uns: “Ich arbeite in einer Unternehmensberatung als Junior Berater. Mir und meinen männlichen Kollegen fällt deutlich auf, dass die weiblichen Beraterinnen von den Vorgesetzten klar bevorzugt werden. Neulich hat ein Partner dies offen damit begründet, dass es für die Firma viel schwieriger sei, Beraterinnen zu gewinnen und vor allem zu halten als männliche Berater und man von daher auch zu mehr Zugeständnissen bereit sei. Für die Kolleginnen gibt es beispielsweise spezielle Rhetorikschulungen, an denen Männer nicht teilnehmen dürfen. Ich finde dieses Vorgehen nicht in Ordnung. Meine Kollegen raten mir aber von einer Beschwerde ab, da ich sonst schnell als Mimose oder Querulant dastehen würde. Muss man als Mann eine solche Zurücksetzung einfach runterschlucken, weil Frauen es lange schwerer im Beruf hatten?"


Serie: Netzperlen

Diese Woche: People of Walmart

Netzperlen:

Wenn man sich in den USA amüsieren will, geht man einfach in den Walmart. Warum es dieser Discounter hierzulande einfach nicht geschafft hat und nach nur wenigen Jahren wieder das Deutschlandgeschäft beendet hat - angesichts dieser Bilder kann man nur den Kopf schütteln. Wir würden sogar Eintritt za...


Serie: Studenten fragen Professoren

Welches Tier, abgesehen von Bakterien oder Viren, tötet weltweit die meisten Menschen?

Studenten fragen Professoren: Alltagsfragen

Frage: Welches Tier, abgesehen von Bakterien oder Viren, tötet weltweit die meisten Menschen?Antwort: "Ausdrücklich wurden vom Fragesteller ja nur Viren und Bakterien ausgeschlossen und nicht Einzeller. Nimmt man diese in das Spektrum auf, dann ist eindeutig der Erreger der Malaria, Variante Tropica (Plasmodium falciparum), der größte Killer und einige Arten der Anopheles-Mücke als Vektoren die wichtigsten 'Vermittler' der weit über eine Million Todesfälle pro Jahr.Nimmt man den Menschen als eine Spezies wie jede andere, was wir ja gemeinhin nicht tun – sondern uns als Krone der Schöpfung betrachtend vom riesigen Rest der Evolutionsprodukte gern weit absetzen – dann ist ganz klar, dass der Mensch für den Menschen wohl schon bis in lang vergangene Zeiten der größte Killer war und nach ...