Drucken
STUDIUM

Bleib anders: Es gibt jetzt Stipendien für Exoten und Querköpfe

Initiative für transparente Studienförderung gründet Stipendienprogramm für Studierende mit unkonventionellen Lebensläufen

Die beiden Gründer der Initiative, Mira Maier und Alexander Gassner

Die Initiative für transparente Studienförderung und die Mawista GmbH haben das erste Stipendium für Studierende mit unkonventionellen Lebensläufen ausgeschrieben. Gesucht werden Paradiesvögel, Exoten und Querköpfe, die in kein vorgegebenes Schema passen und in konventionellen Stipendienprogrammen keine Chance auf eine Förderung hätten. „Mit dem Programm möchten wir uns für Vielfalt einsetzen und die Bildungslandschaft weiter bereichern“, erläutert die Mitbegründerin und Geschäftsführerin der Initiative, Dr. Mira Maier. „Bei der Auswahl achten wir auf den individuellen Hintergrund und die Persönlichkeit. Harte Fakten wie Noten oder eine kurze Studiendauer haben keinen Einfluss auf die Auswahl.“

Besonders angesprochen werden sollen dabei Studierende, die mit etablierten Stereotypen brechen oder besondere Hürden auf sich nehmen mussten. „Das können zum Beispiel Langzeitstudierende sein, die stolz darauf sind, trotz einer 4 in Mathe ein Mathematikstudium aufgenommen zu haben und sich nun durchbeißen wollen. Oder junge Leute, die aus China kommen und in Deutschland Weinbau studieren. Wir möchten besonderes individuelles Engagement belohnen, das ansonsten nicht gesehen werden würde oder vielleicht auch gar nicht möglich wäre.“ Das Stipendium umfasst eine Geldförderung von 500 Euro pro Monat für ein gesamtes Jahr und ist das erste in einer Reihe, die sich an Studierende richten, die aktuell nur wenig Förderung erhalten. „Es ist uns bereits gelungen, weitere Kooperationspartner für die Idee zu gewinnen“, sagt Dr. Mira Maier. „In Kürze werden wir daher weitere Ausschreibungen veröffentlichen und auch zukünftig weiter nach potenziellen Fördererpartnern suchen.“

Das bislang bekannteste Projekt der Initiative ist die Stipendiensuchmaschine myStipendium.de, die insgesamt 1548 Fördermöglichkeiten per Matching-Verfahren zugänglich macht. Damit kann erstmals jeder Suchende in wenigen Minuten kostenlos herausfinden, welche Fördermöglichkeiten zu seinem individuellen Lebenslauf passen. Das Portal hat bereits drei nationale Auszeichnungen erhalten und erreicht monatlich 79.000 Schüler und Studierende.

Weitere Informationen: www.mawista.com/stipendium




Die Berufseinsteigerfrage

Wie geht man als Chef mit Mobbing um?

Die Berufseinsteigerfrage:

“Nach einem Traineeprogramm bin ich seit 10 Monaten in leitender Position in einem Industrieunternehmen. Ich habe promoviert und halte mich für überdurchschnittlich qualifiziert. Mit Teamarbeit in einem überwiegend akademischem Umfeld hatte ich noch nie Probleme. In meinem Team, welches aus 22 Mitarbeitern besteht, gibt es aber gerade auf der niedrigsten Hierarchieebene Mitarbeiter, die meinen Anweisungen nicht folgen und an jeder Stelle boykottieren. Die Respektlosigkeit, mit der ich dabei konfrontiert werde, ist vollkommen neu für mich. Die Rüpelhaftigkeit, mit der mir mitgeteilt wird, man sei sowieso unkündbar und ich solle mir ‘die Sekräterinnenbande’ besser nicht zum Feind machen, macht mich sprachlos. Wie soll ich mit dieser Form des Vorgesetzten-Mobbings umgehen?“ Philip S. (29) aus Mannheim


Serie: Netzperlen

Diese Woche: Notes of Berlin

Netzperlen:

In Berlin kommt alles zusammen: Verrückt- und Verruchtheit, Offenheit und Spießertum, Liebe und Hass - im deutschen Mekka für Kreative und Individualisten gibt es viel zu entdecken. Was für skurrile, poetische oder humorvolle Zettelchen und Botschaften überall in der Stadt versteckt sind, zeigt uns ...


Serie: Studenten fragen Professoren

Heute: Warum steht auf Verpackungen immer "kann Spuren von Erdnüssen und anderen Nüssen enthalten"?

Studenten fragen Professoren: Alltagsfragen

Frage: Warum steht auf Verpackungen immer "Kann Spuren von Erdnüssen und anderen Nüssen enthalten"?Antwort: "In der Tat machen sich viele Verbraucher über diesen Hinweis lustig, besonders wenn er auf Lebensmitteln wie Erdbeerjoghurt oder Pizza zu lesen ist. Nicht zu vergessen ist allerdings, dass Erdnüsse und Nüsse bei Allergikern sehr starke Reaktionen auslösen können. Jedes Unternehmen will sich dagegen absichern, obwohl eigentlich nur die Zutaten deklariert werden müssen, die bei der Herstellung eines Lebensmittels verwendet werden. Industrielle Anlagen der Lebensmittelverarbeitung können aber in der Regel nicht so gereinigt werden, dass eine Verschleppung von Inhaltsstoffen von einem auf das andere Produkt völlig ausgeschlossen ist. Bei starken Allergikern reichen kleins...