Drucken
Karriereplanung

Bertha Benz-Preis 2012 für junge Ingenieurinnen ausgeschrieben

Die wissenschaftlichen Leistungen junger Ingenieurinnen zu würdigen und sie öffentlich sichtbar zu machen – dies ist ein Anliegen der Daimler und Benz Stiftung. Aus diesem Grund vergibt sie einmal jährlich den mit 10.000 Euro dotierten Bertha Benz-Preis. Ausgezeichnet wird die herausragende Promotion einer Ingenieurin, Nominierungen können bis zum 15. März 2012 bei der Stiftung eingereicht werden.

Bertha Benz, Bild: Daimler AG
Bertha Benz, Bild: Daimler AG

Dank vermehrter Anstrengungen in den letzten Jahren unterrichten an deutschen Universitäten immer mehr Professorinnen. Laut Statistischem Bundesamt forschten und lehrten im Jahr 2009 rund 7300 Professorinnen, was einer fachübergreifenden Quote von rund 18 Prozent entspricht. Damit konnte der Anteil weiblicher Hochschullehrer seit 1995 immerhin mehr als verdoppelt werden.

Bei genauerem Hinsehen zeigt sich allerdings, dass Frauen gerade in den Natur- und Technikwissenschaften immer noch schwach präsent sind. Lag der Anteil der Professorinnen in den Sprach- und Kulturwissenschaften bei über 30 Prozent, betrug er in den Ingenieurwissenschaften gerade einmal neun Prozent. Diese Situation spiegelt sich auch im Berufsleben wider: Im Jahr 2010 waren lediglich 15 Prozent aller Ingenieure weiblich

Die Daimler und Benz Stiftung fördert gezielt junge Ingenieurinnen und weist öffentlich auf ihre Leistungen hin. Aus diesem Grund vergibt sie 2012 zum mittlerweile vierten Mal den mit 10.000 Euro dotierten Bertha Benz-Preis. Er wird am 26. Juni anlässlich der Bertha Benz-Vorlesung in Heidelberg verliehen.

Die Daimler und Benz Stiftung ruft die Präsidenten und Rektoren deutscher Universitäten mit technischen/ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen und Promotionsrecht sowie die Leiter von Forschungseinrichtungen dazu auf, bis zum 15. März 2012 geeignete Kandidatinnen zu nominieren.

Cäcilie Bertha Benz (1849-1944) setzte sich bereits vor rund 120 Jahren über gesellschaftliche Vorurteile hinweg und begeisterte sich für Technik. Ihr Name dient dem Preis nicht nur als Namensgeberin sondern auch als Leitbild. Es bleibt in hohem Maße ihrer Tatkraft und ihrem Engagement zu verdanken, dass ihr Ehemann Carl Benz (1844-1929) als Erfinder des Automobils Geschichte schrieb. Sie investierte das Kapital ihrer vorzeitig ausbezahlten Mitgift in das neu gegründete Unternehmen ihres damaligen Verlobten. Später war sie auch seine Partnerin in sämtlichen unternehmerischen Angelegenheiten und testete zusammen mit ihm Motoren. Im August 1888 fuhr Bertha Benz gemeinsam mit den Söhnen Eugen und Richard ohne das Wissen ihres Mannes mit dem Benz Motorwagen Nr. 3 von Mannheim nach Pforzheim. Diese erste Überlandfahrt verschaffte der Firma große Anerkennung und läutete ihren wirtschaftlichen Aufstieg ein. Mit dem Preis würdigt die Stiftung Bertha Benz' technischen Enthusiasmus, ihre unkonventionelle sowie in Hinsicht auf ihre Vision hin unbeirrbare Persönlichkeit.

Die detaillierten Nominierungsvoraussetzungen sowie weitere Informationen zur Stiftung finden Sie unter www.daimler-benz-stiftung.de.




Die Berufseinsteigerfrage

Wie viel Show-Typ muss man sein, um Karriere zu machen?

Die Berufseinsteigerfrage, Bewerbung & Berufseinstieg:

Malte B. (26) aus Bonn schreibt uns: “Ich bin Ingenieur und arbeite in der Automobilindustrie. Bei aller Bescheidenheit bin ich meinen Traineekollegen fachlich weit überlegen. Ich habe bereits in den ersten Monaten technische Lösungsvorschläge erarbeitet, die direkt umgesetzt worden sind. Da bei uns Teamarbeit großgeschrieben wird, präsentieren wir unsere Arbeiten jedoch immer in der Gruppe. Da ich es unangenehm finde, im Mittelpunkt zu stehen, übernehmen die ‘Show-Typen’ die Präsentation meiner Arbeiten. Leider sammeln sie dann auch die Lorbeeren ein. Reicht nicht die fachliche Kompetenz, muss man auch ein ‘Show-Typ’ sein, um Karriere zu machen? Und wenn ja, wie wird man so?“


Serie: Netzperlen

Diese Woche: Notes of Berlin

Netzperlen:

In Berlin kommt alles zusammen: Verrückt- und Verruchtheit, Offenheit und Spießertum, Liebe und Hass - im deutschen Mekka für Kreative und Individualisten gibt es viel zu entdecken. Was für skurrile, poetische oder humorvolle Zettelchen und Botschaften überall in der Stadt versteckt sind, zeigt uns ...