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Buch

Bernhard Schlink: Sommerlügen

Bernhard Schlink: Sommerlügen

Neuerscheinung

Ein in bescheidenen Verhältnissen lebender Musiker verliebt sich im Urlaub in eine junge Frau und beginnt eine Affäre mit ihr. Als er herausfindet, dass sie eine reiche Erbin ist, stellt er die Beziehung in Frage.

Ein Theaterautor verbringt eine Nacht mit einer Frau in einem Hotelzimmer. Obwohl zwischen den Beiden nichts passiert ist, verheimlicht er es seiner Freundin, was nicht ohne Folgen bleibt.

Ein erfolgloser Autor zieht mit seiner umso bekannteren Frau und dem gemeinsamen Kind in ein Waldhaus, wo er mit allen Mitteln versucht, die Familienidylle vor neugierigen Journalisten zu schützen - mit tragischen Konsequenzen.

Auf einem Flug erzählt ein Fremder dem Nachbarn seine abenteuerliche Lebensgeschichte, wobei dieser immer stärker hinein verstrickt wird.

Ein alter, krebskranker Mann beschließt, sich nach einem letzten Sommer im Kreise seiner geliebten Familie das Leben zu nehmen. Doch es kommt völlig anders, als er denkt.

Ein junger Mann unternimmt einen Ausflug mit seinem alten Vater, zu dem er ein sehr schwieriges Verhältnis hat.

Eine alte Frau macht sich mit ihrer Enkelin auf zu einer Reise, um ihre verschollene Jugendliebe wiederzufinden.

Feine Auswahl an Geschichten

Wie schon in "Liebesfluchten" bietet Bernhard Schlink auch in "Sommerlügen" eine feine Auswahl seiner Kurzgeschichten, mit denen der Autor erneut beweist, dass er ein Meister des Fachs ist. Es gelingt ihm, berührende, zwischenmenschliche Themen gekonnt in sprachlichem Gewand zu präsentieren.

Auch diesmal handelt es sich um Erzählungen, die eher eine bedrückende, manchmal sogar melancholische Stimmung verbreiten. Ich würde das Buch, das man übrigens sehr schnell gelesen hat, deshalb nicht unbedingt als leichte Sommerlektüre empfehlen. Es passt vielmehr zur Herbststimmung, also ganz dem Titel der ersten Geschichte gemäß zur "Nachsaison".

Bernhard Schlink: Sommerlügen

288 Seiten

ISBN 978-3-257-06753-8

19.90 Euro

Verlag: Diogenes

 

Serie: 21 Fragen

Menschen des 21. Jahrhunderts:
Dominik Graf, der Rekordpreisträger

21 Fragen an: Dominik Graf

Dominik Graf wurde 1952 in München geboren, wo er die Hochschule für Fernsehen und Film besuchte. Als Kino- und TV-Regisseur ist er unter anderem für zahlreiche Folgen der Kriminalserien “Tatort” und “Polizeiruf” bekannt. 2011 gewann er zum neunten Mal den Adolf-Grimme-Preis und ist damit der am häufigsten ausgezeichnete Träger des begehrten Fernsehpreises. Seit 2004 ist Dominik Graf Professor für Spielfilmregie an der Internationalen Filmschule Köln und wurde 2005 zum Honorarprofessor ernannt.


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