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Karriereperspektiven

Als Ingenieur ohne Uniform bei der Bundeswehr

Dr.-Ing. Sonja Schubert hat sich nach ihrer Promotion entschieden als zivile Ingenieurin zur Bundeswehr zu gehen. Wie der Weg dorthin verlief und wie man dort auch ohne Uniform als Ingenieur eine erfolgreiche Karriere starten kann, davon berichtet sie hier.

Foto: Bundeswehr/Dahmen
Sonja Schubert: "Bisher war ich fälschlicherweise davon ausgegangen, dass diese Arbeit nur Soldaten vorbehalten ist". Foto: Bundeswehr/Dahmen

Bis vor etwa sechs Jahren hatte mein beruflicher Werdegang noch keinerlei direkte Berührungspunkte mit der Bundeswehr und ich hätte - um ehrlich zu sein - zu dieser Zeit auch nicht unbedingt vermutet, ausgerechnet hier meinen Traumberuf verwirklichen zu können. Doch schließlich kam zum Glück alles   ganz anders und seit Dezember 2006 arbeite ich als Flugversuchsingenieurin an der Wehrtechnischen Dienststelle 61 in Manching.

Meine bisherige Ausbildung fand komplett in der "zivilen Welt" statt: Das Studium der Luft- und Raumfahrttechnik habe ich ebenso wie die anschließende Promotion an der Universität Stuttgart absolviert. Ziel war es dabei immer, später einmal im Bereich der Flugerprobung zu arbeiten. Durch eine Veröffentlichung der Nachwuchswerbung des Bundesamtes für Wehrtechnik (BWB) erfuhr ich, dass es auch für mich als "zivile Ingenieurin" bei der Bundeswehr Einsatzmöglichkeiten gibt. 

Einsatzmöglichkeiten für "zivile Ingenieure"

Bisher war ich fälschlicherweise davon ausgegangen, dass diese Arbeit Soldaten vorbehalten ist. Ein Telefonat mit dem im BWB für die Nachwuchsgewinnung zuständigen Team verschaffte mir die nötige Klärung. Nachdem ich mich zusätzlich vor Ort informiert hatte, stand meine Entscheidung fest, mich bei der Bundeswehr als Ingenieurin zu bewerben.

Foto: Bundeswehr/Dahmen
Komm' zum Bund, da geht es rund! (Zitat eines unbekannten Legionärs in Asterix). Foto: Bundeswehr/Dahmen

Nach dem obligatorischen Auswahlverfahren erhielt ich die Einstellungszusage und konnte im Juni 2005 als Beamtin auf Widerruf mit der 18-monatigen Laufbahnausbildung im "höheren technischen Dienst" beginnen.

In dieser Ausbildung werden vielfältige theoretische und praktische Kenntnisse vermittelt, welche im Rahmen eines Studiums an einer zivilen Universität nicht oder nur am Rande behandelt werden. Es finden Lehrgänge, Info-Touren zu einigen wehrtechnischen Dienststellen und Besuche bei der NATO und der EU in Brüssel statt.  

Abwechslung ist also gegeben. Zusätzlich absolviert man in dieser Zeit insgesamt vier Praktika: Im Bundesministerium der Verteidigung, im BWB und an zwei Wehrtechnischen Dienststellen. Dadurch, dass man die genauen Geschäftsfelder, in denen man diese Praktikumszeiten verbringen möchte, selbst auswählen kann, bietet sich hier noch einmal eine gute Möglichkeit, ganz nach den eigenen Interessen Einblicke zu erhalten und herauszufinden, in welchem Arbeitsfeld man sich später verwirklichen möchte. Ich nutzte die Zeit, um Einblick in aktuelle Projekte im Bereich der Luftfahrt zu erhalten. Während meiner Praktika konnte ich so erste praktische Erfahrungen im Flugversuch des Eurofighters sammeln, was mich in Hinblick auf meinen späteren Einsatzwunsch noch bestätigt hat.

Am Ende der Laufbahnausbildung gilt es noch eine letzte Hürde zu überwinden: die "Große Staatsprüfung". Diese besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil, in denen das im Laufe der Ausbildung vermittelte Wissen abgefragt wird. Natürlich ist so eine Prüfung noch einmal mit einigem Lernaufwand verbunden, doch umso schöner war das Gefühl, als ich es dann schließlich geschafft hatte.

Von da an steht einer interessanten und vielseitigen beruflichen Weiterentwicklung nichts mehr im Weg. Für mich bedeutete das, meinen Wunsch im Flugversuch zu arbeiten, realisieren zu können - erst einmal als Beamtin auf Probe.

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