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Fernweh

Abenteuer olé!

Die Sehnsucht nach dem Abenteuer und der weiten Welt scheint immer stärker zu werden – da reicht schon ein Blick auf die aktuellen Bücherneuerscheinungen. Wir haben uns vier neue Werke für euch angesehen.


Abenteurer auf Tour

Jeder, der ab und zu Pro7 guckt, kennt ihn: Harro Füllgrabe. Als Extremreporter reist der Münchner pausenlos um die Welt, schwimmt von Alcatraz nach San Francisco, isst angebrütete Enteneier in China oder lässt sich in Pamplona von Stieren jagen. Füllgrabe ist gelernter Journalist, das kommt dem Buch wirklich zu Gute: Klasse Stories, schön bebildert – der einzige Wermutstropfen: Wer halbwegs oft fernsieht, kennt sie meist schon. 

Harro Füllgrabe. Mission Abenteuer
9,99 Euro, Kiepenheuer & Witsch


Zu Fuß und ohne Geld durch Deutschland

Dass einer der Jungs aus der Kelly Family ein ziemlicher Adrenalin-Junkie ist, hat man schon mitbekommen. Joey Kelly war der erste Mensch, der alle acht weltweit stattfindenden Ironman in einem einzigen Jahr gelaufen ist. Was gibt es da noch für Ziele? Kelly wanderte nun auf den Spuren von Survival-Papst Rüdiger Nehberg von Wilhelmshaven bis auf die Zugspitze. Ohne Geld und mitgenommene Nahrung. Herausgekommen ist dabei eine Mischung aus Reisebericht und Autobiographie – was durchaus schlüssig ist, denn auf einem langen Marsch hat man viel Zeit über sich und die Welt nachzudenken. 

Joey Kelly. Hysterie des Körpers
9,99 Euro, rororo

 
Auf der Suche nach den gefährlichsten Wegen der Welt

Einmal rund um die Erde. Und bitte so gefährlich wie möglich. Die überfülltesten Fähren, die ältesten Flugzeuge Russlands, die unsichersten Straßen: Reisejournalist Carl Hoffmann ging mit voller Absicht dahin, wo es am meisten weh tut und suchte die gefährlichsten Fortbewegungsmittel und Wege, um die Erde zu umrunden. Großartige Idee – großartiges Buch! 


Carl Hoffmann. Frauen & Kinder zuerst!
14,99 Euro, btb


Ein Mann für alle Fälle

“Abenteuer zwischen Himmel, Hölle und sonstwo - Nachmachen erlaubt!” So prangt es unter dem Titel. Ob man das unbedingt will? Bielefeld hat einen ähnlichen Beruf wie Harro Füllgrabe - jedoch andere Auftraggeber und etwas andere Jobs. Meist will eine Zeitschrift eine Art Erfahrungsbericht und macht Bielefeld gegen Honorar zum Versuchskaninchen: Wie fühlt sich der freie Fall oder die Schwerelosigkeit an? Kann man problemlos auf einer einsamen Insel überleben? Und seine Reportagen sind sowohl spannend als auch gut zu lesen. Momentan übrigens heißt es für Bielefeld: Eine Woche Eisscholle. 

Marc Bielefeld. Sturzflug mit Krokodil
8,99 Euro, Heyne



 




Die Berufseinsteigerfrage

Wie komme ich auf den Radar von Headhuntern und anderen Arbeitgebern?

Die Berufseinsteigerfrage:

„Ich bin seit zwei Jahren als Chemiker bei einem großen Pharmaunternehmen in einer leitenden Position tätig. Ich suche eine neue Herausforderung in den nächsten zwei bis drei Jahren, möchte aber die potenziellen Arbeitgeber auf mich zukommen lassen und nicht selbst blindwütig Bewerbungen schreiben. Was halten Sie davon, sich über Fachbeiträge zu bestimmten Branchenthemen oder über die Teilnahme an Diskussionen eine gewisse öffentliche Reputation aufzubauen, die mich über das Internet leicht auffindbar machen? Oder, anders gefragt, wie bekomme ich am besten ein öffentliches Profil als Experte, um Headhunter und neue Arbeitgeber auf mich aufmerksam zu machen? Ich rede jetzt nicht von einem anbiederndem XING-Profil, sondern von etwas mit Klasse.“ Patrick S. (30), Frankfurt


Serie: Netzperlen

Diese Woche: Notes of Berlin

Netzperlen:

In Berlin kommt alles zusammen: Verrückt- und Verruchtheit, Offenheit und Spießertum, Liebe und Hass - im deutschen Mekka für Kreative und Individualisten gibt es viel zu entdecken. Was für skurrile, poetische oder humorvolle Zettelchen und Botschaften überall in der Stadt versteckt sind, zeigt uns ...