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STUDIUM / Studentische Proteste weiten sich aus KONTAKT SITEMAP

Bundesweite Großdemonstrationen und Besetzungen

Am 17. November 2009 fanden bundesweit Proteste von  Schülern, Studenten und Auszubildenden im Rahmen des  Bildungsstreiks statt. Mehr als hunderttausend Menschen nahmen an den  Demonstrationen in über 30 Städten in der BRD teil. Im Anschluss an die  Protestzüge wurden weitere Hörsäle besetzt, um Freiräume für die  Diskussion der Forderungen für ein besseres Bildungssystem zu öffnen.

„Die große Beteiligung an den Protesten zeigt, wie stark die  StudentInnen durch die Fehlentwicklungen der Bildungspolitik  beeinträchtigt werden“, so Juliane Knörr, Mitglied des Vorstands des  freien zusammenschluss von studentInnenschaften, und fährt fort: „Die  Forderungen nach einer Nachbesserung der Bologna-Reformen, dem Ausbau der Studienfinanzierung und gebührenfreier Bildung wurden nicht zum  ersten Mal formuliert, sind aber bisher von Politik und Hochschulen  ignoriert worden.“

Verständnis aber keine Konsequenzen

In den letzten Tagen wurde in verschiedenen Medien darüber berichtet,  dass Hochschulen und Politik Verständnis für die Proteste hätten. „Dem  von Hochschulleitungen und Politikern geheuchelten Verständnis für  die Anliegen der Studenten sind bisher keine Konsequenzen gefolgt“,  stellt Thomas Warnau, ebenfalls im Vorstand des studentischen  Dachverbands, fest.

„Hier  geht es nur darum, die Studentinnen und Studenten ruhig zu  stellen und möglichst schnell wieder in die überfüllten Hörsäle zu  pferchen und von ihnen die Gebühren zu kassieren. Bisher wurden keine  ernsthaften Angebote zum Dialog abgegeben und schon gar keine  Konsequenzen aus den Verfehlungen der Bildungspolitik gezogen“, fährt  Warnau fort.

Proteste werden weitergehen

In den nächsten Wochen werden die Proteste im Rahmen des Bildungsstreiks  weitergehen. Am 10.12. wird im Zuge der  Kultusministerkonferenz in Bonn protestiert. „Die Ökonomisierung der  Hochschulen hin zu profitorientierten Unternehmen mit verschulten,  wirtschaftsorientierten Studiengängen muss endlich ein Ende finden. Wir  brauchen eine klare Kehrtwende hin zu einer sozial gerechten  Bildungspolitik. Die Proteste werden weitergehen, bis diese Forderungen  auch umgesetzt werden“, so Knörr abschließend.

 

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