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Der Maserati 3200 GT ist mit einem sensiblen Biturbo-V8 bestückt, der 370 PS leistet und dessen Karosserie zeitlos elegant ist. Das geräumige Coupé hat preislich bald die Talsohle erreicht, die ab 25.000 Euro beginnt. Wer etwas mehr
bezahlt, bekommt im Nachfolger 4200 einen zuverlässigeren Ferrari-Achtzylinder,
verzichtet aber auf die die originellen Bumerang-Rückleuchten und wird an der Tankstelle stärker zur Kasse gebeten. Das Maserati Coupe ist die richtige Mischung aus Sportlichkeit und Understatement und fühlt sich auf längeren Autobahn-Etappen am wohlsten.
Ein Alfa 166 besticht mit einer deutlich höheren Qualität als sein erfolgreicheres Schwestermodell 156. Bis auf die 2.0 Twin Spark Motorisierung sind alle Aggregate für hohe Laufleistungen gut, sowohl der 2.4-Diesel als auch die vorzüglichen Sechszylinder, die es als 2.0 Turbo (205 PS), 2.5 (190 PS), 3.0 (226PS) und 3.2 (240) gab. Aufgrund des geringen Preisniveaus für die luxuriös ausgestattete, mittlerweile nicht mehr produzierte Limousine ist die letzte, ab 2003 produzierte Version mit 3.2 Litern Hubraum unser Favorit. Ab 10.000 Euro erhält man unschlagbar viel Auto für das Geld und ist zuverlässig und geschmeidig unterwegs.
Liebhaber der zurückhaltenden Geste könnten Gefallen am Volvo Coupe C70 finden. Die Schweden, die eher für robuste Kombis bekannt sind und gemeinhin beim Auto-Gourmet als Hersteller von „Lehrerwagen” bekannt sind, haben mit dem C70 eine Alternative parat, die innerhalb des eigenen Programmes eher Exotenstatus besitzt. Auch bei Volvo gilt, dass der Preisunterschied zwischen den hoch motorisierten Varianten und den Einstiegskonfigurationen eines Modells im Laufe der Zeit schwindet. Warum also nicht den T5 mit 240 PS, der zwischen 1997 und 2002 gebaut wurde und mit hoher Laufleistung ab 6.000 Euro über den Ladentisch geht? Akzeptanzprobleme wegen eines zu protzigen Autoauftritts hat man mit dem C70 weder bei neuen Kollegen noch der Schwiegermutti.
Auf Anhieb gab es einige irritierte Reaktionen auf den Einser-BMW. Das Bangle-Design polarisiert – und genau das macht den Unterschied zum Gefälligkeitsdesign von Audi, bei denen selbst der neue TT schon wieder sattgesehen ist. Den Einser gibt es in diversen Motorisierungen. Vernunftkäufer und Vielfahrer werden wohl den 120d bevorzugen, wir aber geben dem agilen 130i unsere Stimme: So fährt man dezent genug, um beim neuen Arbeitgeber nicht gleich als Poser zu gelten und weiß gleichsam um die sportlichen 250 PS, die sich unter dem unauffälligen Blechkleid verbergen und für enorm agilen Fahrspaß sorgen. Das alles zu einem Preis ab 20.000 Euro für einen jungen Gebrauchten aus 2005.
Eine Ausnahme unter unseren Tips stellt die Elise von Lotus dar: Wir empfehlen sie nicht ausschließlich als Gebrauchten, sondern auch als Neuwagen. Der Grund liegt auf der Hand: Kaum ein Serienfahrzeug hat eine so hohe Wertstabilität wie eine Elise! Zudem ist der Unterhalt - füreinen Sportwagen - geradezu sensationell günstig. Teile und Komponenten aus der Großserie machen Reparaturen an der robusten und erprobten Technik günstig und auch der Verbrauch befindet sich auf dem Niveau eines unteren Mittelklasse-Wagens. Zu empfehlen ist eine Elise einem Interessenten, dem die Einschränkungen in der Alltagstauglichkeit bewusst sind: Man reist mit wenig Gepäck, lange Autobahnfahrten sind kein reines Vergnügen und auch die Wintertauglichkeit ist - zumindest in höheren Gefilden - doch eingeschränkt. Wer damit leben kann, bekommt ab 36.000 EUR eine pure Fahrmaschine, die aufgrund der Leichtbauweise auf kurvigen Landstraßen keine Gegner hat.
Wer Cabrio fahren will, hat reichlich Auswahl. In einer Kampfabstimmung entscheiden wir uns gegen Porsche Boxster („zu gewöhnlich”) und Mazda MX-5 („zu oft verkauft”) und für den Nissan 350 Z, der als 2005er ab 20.000 Euro zu haben ist. Er ist ein kompromissloses Auto und wir haben Verständnis, dass man über die Optik geteilter Meinung sein kann. Aber er macht Spaß und steht nicht an jeder Ecke.
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