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Im Test: Fiat 500 Abarth, 135 PS bei 5.500/min, 205 km/h

Testfahrer: Dip,-Ing. Peter Praller testet für HI:TECH CAMPUS sportliche Autos, die noch nicht heute, aber morgen in den Fokus unser Leser rücken könnten.

Der Skorpion ist zurück!

 Das Wappentier der legendären Sport-Abteilung von Fiat ist rechtzeitig zum 100. Geburtstag von Carlo Abarth wieder da und schmückt neben der Tuning-Version des Fiat Grande Punto auch den von uns ausgiebig getesten Fiat 500 überaus selbstbewußt.

Dieser kommt gegenüber der sehr charmanten Serienausführung im Abarth-Trim sehr markant rüber: üppige Stoßfänger, Schweller, fetter Kühlereinsatz, Hutze, Dachspoiler und Doppelrohrauspuff zeigen schon im Stand, dass es beim Abarth nicht um Muttis gemütlichen Wochenendeinkauf geht.

 Der 1,4-Liter Motor mit Turbolader sorgt dann auch für nette Fahrleistungen, dem Vortrieb wird erst bei über 200 Stundenkilometern Einhalt geboten, wobei das Revier des 500 natürlich nicht die ausgiebige Autobahnetappe ist. In der City fühlt sich der antrittsstarke Kleinwagen am wohlsten, die Leistung verführt geradezu zu rasanten Ampelstarts. Drückt man die Sporttaste, spendiert der Lader kurzfristig ein Drehmoment von 206 Nm.

Das Fahrwerk, welches mit allen erdenklichen elektronischen Sicherheitsfeatures kombiniert wird, ist dabei zwar straff, aber immer gutmütig. Die hohe Sitzposition in Verbindung mit dem geringen Radstand sorgt zwar im ersten Moment nicht für intuitives Vertrauen, aber auch dank eines elektronischen Sperr-   differentials an der Vorderachse bringt der getunte Zwerg seine Kraft immer auf die Straße.

Der Innenraum ist ganz auf Rennwagenfeeling abgestimmt, Alu-Pedalerie und belederte Schalt- und Brems-hebel passen vorzüglich zu einem wirklich originellen Auto, das Spaß macht.

Am Ende bleibt natürlich ein wenig die Frage, wer sich den 500 Abarth kaufen soll? Aus meiner Sicht fehlt es Autos wie dem Mini oder auch dem Fiat 500 immer etwas an maskulinem Element, um von Männern gekauft zu werden. Und für Frauen ist ein solch offensichtliches Tuningauto oft auch zu krawallig. Aber ich lasse mich eines Besseren belehren - verdient hätte der 500 Abarth den Erfolg in jedem Fall.

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